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Der Strudel von Naruto
  • Der Strudel von Naruto
  • Holzschnitte
  • Utagawa Hiroshige (1797 - 1858), Holzschnittzeichner
  • Edo (Tokugawa)-Zeit
    1857
  • Herstellungsort: Japan
  • Triptychon, Vielfarbendrucke, signiert: Hiroshige hitsu, Siegel: Bokurin shôsha (?) und Ichiryûsai, Verlag: Tsutaya, Zensurstempel (auf jedem Blatt): aratame, Datumsstempel (auf jedem Blatt): Tierkreiszeichen Schlange, vierter Monat (1857) (zu Inv.Nr. 60080-30.23 und 60080-31.35 gehörend)
  • Blattmaß: Ôban 36- 36,2 x 24,4 cm -24,8 cm
  • Ident.Nr. 60080-04.449
  • Sammlung: Museum für Asiatische Kunst | Ostasien
  • © Foto: Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
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Als Höhepunkte seines Spätwerks schuf Hiroshige eine Folge von drei monumentalen Landschaftspanoramen, die als Triptychen gestaltet sind. Das Thema "Schnee, Mond, Kirschblüte" (setsugekka) ist bereits in der chinesischen Kunst bekannt gewesen und spielt auf eine Gedichtzeile des berühmten Tang-zeitlichen Dichters Bo Juyi (772-846) an: "Bei Schnee, Mond und Kirschblüten denke ich an Euch". Im vorliegenden Triptychon mit der Darstellung des Strudels bei Naruto können die schaumbekrönten Wirbel der Meeresenge als Allegorie für den Schaum der Kirschblüten im Frühling verstanden werden. Entsprechend hat Hiroshige die beiden anderen Triptychen der Folge auf die Visualisierung von Schnee und Mond fokussiert. Bereits in früheren Landschaftsserien wie den "Acht Ansichten von Ômi", die der Künstler bald nach seiner um 1833 entsandenen hochberühmten Folge der "53 Stationen der Tôkaidô" begann, offenbaren sich Hiroshiges unverwechselbare Stilmerkmale. Seine delikate Farbgebung, die Verwendung fließender Farbschattierungen (fukibokashi) verbunden mit dem Druck konturloser Flächen schaffen Landschaften mit starker malerischer Ausdruckskraft. Mit diesen Landschaften nach der Natur im Stimmungsgehalt der Tages- und Jahreszeiten entfernt sich Hiroshige von den spektakulären, dramatischen Landschaftsentwürfen des anderen herausragenden Holzschnittkünstlers im 19. Jahrhundert, Katsushika Hokusai (1760-1849). Das Setsugekka-Motiv erfreute sich bis ins späte 19. Jahrhundert hinein großer Beliebtheit in der japanischen Kunst.


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