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Kleiner Kelch mit durchbrochener Wandung
  • Kleiner Kelch mit durchbrochener Wandung
  • Keramik
  • Späte Ming-Dynastie, 1. Viertel 17. Jh.
    "Übergangsperiode"
  • Herkunft (Allgemein): China
  • Material: Porzellan mit unterglasurblauem und Schmelzfarbendekor sowie Vergoldung
  • Höhe x Durchmesser: 7,5 x 6,5 cm (Mündung)
    Gewicht: < 2 kg
  • Ident.Nr. 6532
  • Ehemals Kunstkammer der Brandenburgischen Kurfürsten
  • Sammlung: Museum für Asiatische Kunst | Ostasien
  • © Foto: Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Petra Stüning
Description
Der kleine Kelch zeigt auf dem hohen, ausgestellten Fuß hoch aufragende, von Wellen und Gischt umspülte Felsen. Wie eine daoistische »Insel der Seligen« erhebt sich die Kuppa über dem Fuß. Die mittlere Hauptdekorzone der Wandung zeigt über einem sternmusterartigen durchbrochenen Grund sechs Medaillons mit fein aufmodellierten Reliefs um und neben filigranen Schriftzeichen mit Glücksdevisen. In dem abgebildeten zentralen Medaillon ist der Gott des Langen Lebens neben dem in fadenförmigem Relief aufgelegten Schriftzeichen shou (»Langes Leben«) zwischen Wolken dargestellt. Die Schriftzeichen in den anschließenden Medaillons sind durchbrochen gearbeitet. Fortlaufend gelesen lauten sie: »Zehntausendfach Glück, zehntausendfach (hohes) Einkommen, zehntausendfach Langes Leben«. Die Reliefs zeigen Fledermäuse, Hirsche, Drachen, Zikaden u. a. und zeugen von der Vorliebe der volkstümlichen Bildsprache, doppelsinnige Wortlautungen zu nutzen. So weist die Darstellung von Fledermäusen (chin. fu) in einem der Medaillons auf das gleich lautende Wort für Glück (chin. fu), das als Schriftzeichen im Zentrum erscheint.


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