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Kaiserin Auguste Viktoria
  • Kaiserin Auguste Viktoria
  • Bild & Pendant
  • Paul Beckert (17.12.1856 - 22.9.1922), Maler
  • 1891
  • Öl auf Leinwand
  • 254 x 150 cm
  • Ident.Nr. A III 543
  • 1938 nach Erlaß des Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom Evangelischen Konsistorium, Berlin, Lindenstraße 14, wo sich das Bild als langjährige Dauerleihgabe des Preußischen Kultusministeriums befunden hatte, an die Nationalgalerie überwiesen
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
Kaiser Wilhelm II. ist auf dem repräsentativen Pendantbild (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A III 542) fast frontal dargestellt, den Kopf leicht nach links gewandt, die Augen am Betrachter vorbei in die Ferne gerichtet. Er trägt die Uniform der Garde du Corps mit dem Adlerhelm – seine Lieblingsuniform. Kaiserin Auguste Viktoria dagegen wendet Gesicht und Blick dem Betrachter zu. Das ärmellose Kleid betont ihre Weiblichkeit, Krönchen, Kette und Schärpe ihre Würde. Beide Darstellungen folgen, trotz sprechender Versatzstücke, vorgegebenen Mustern. »Die Kunst für Alle« vom 1. November 1891 (7. Jg., H. 3, S. 43) berichtete über die Herbstausstellung der Galerie Fritz Gurlitt, in der mehrere Porträts von Paul Beckert zu sehen waren: »Weniger glücklich ist das Bildnis des Kaisers, der in Garde du Korps-Uniform mit über die Schulter gelegtem Pelz dargestellt ist. Die Haltung ist zu posiert. In der Farbenwirkung gut abgestimmt ist der dunkelblaue Herbsthimmel, der neben der hellen Steinsäule im Hintergrund sichtbar wird. Die gleichfalls ausgestellte Skizze ist dem Lenbachschen letzten Kaiserbild stark nachempfunden.«
Das Bildpaar von Beckert befand sich ab August 1917 als Leihgabe des Preußischen Kultusministerium im großen Sitzungssaal des Evangelischen Konsistoriums in der Lindenstraße in Berlin und blieb, gleich Kaiserbildnissen an anderen Orten, offenbar auch nach der Revolution dort hängen. 1938 teilte das Konsistorium dem Kultusministerium mit, daß infolge einer Instandsetzung und zeitgemäßen Ausgestaltung des Saales die Bilder abgenommen und provisorisch untergestellt wurden (SMB-ZA, I/NG 863). Das Bildpaar wurde in der Folge der Nationalgalerie übergeben. | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: 1891.P.BecKert

AUSSTELLUNGEN
– Dauerausstellung, Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Istanbul, Türkei, 01.05.2009-30.04.2016

LITERATUR
– Die Kunst für Alle 1886-1941: Friedrich Pecht (Hrsg.), Die Kunst für Alle, München, Bruckmann, 1886-1941, Jg. VII, Heft 3, 1. November 1891, S. 43
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 56 mit Abb.


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