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Pommersche Küste
  • Pommersche Küste
  • Bild
  • Wilhelm August Leopold Christian Krause (27.2.1803 - 8.1.1864), Maler
  • 1828
  • Öl auf Holz
  • 63 x 76 cm
  • Ident.Nr. W.S. 120
  • 1861 Vermächtnis des Bankiers Joachim Heinrich Wilhelm Wagener als Gründungssammlung der Nationalgalerie
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Foto-Sachsse
Description
Provenienz
Der aus Dessau stammende Wilhelm Krause ging mit einem herzoglichen Stipendium für drei Jahre nach Dresden, wo er vergeblich versuchte, Schüler von Caspar David Friedrich zu werden. 1824 zog Krause nach Berlin und erhielt eine Anstellung als Dekorationsmaler bei Carl Wilhelm Gropius. 1827 wurde er Schüler von Karl Wilhelm Wach. In dieser Zeit, bis 1830, wirkte er zugleich als Tenorsänger am Königsstädtischen Theater. Eigenem Bekunden nach machte Krause 1828 die »ersten Versuche in der Marinemalerei, ohne jedoch die See gesehen zu haben« (L. Justi, Von Runge bis Thoma, Berlin 1932, S. 107). Zu diesen frühen, überraschend gelungenen Versuchen gehört auch die »Pommersche Küste«, welche der Sammler Joachim Heinrich Wilhelm Wagener erwarb (Nationalgalerie, Inv.-Nr. W.S. 120). Krause war in Berlin so erfolgreich mit seinen Marinebildern, daß er sich 1830 erstmals eine Reise nach Rügen finanzieren konnte. Weitere Reisen nach Norwegen, Holland, in die Normandie, nach England, Schottland und in den Mittelmeerraum folgten. 1833 wurde Krause Mitglied der Akademie, 1846 erschien seine Schrift »Die Maler-Technik der Meister des 15. bis 18. Jahrhunderts wiederentdeckt von Prof. Wilhelm Krause in Berlin«. Zeichnen sich die frühen Marinebilder des Künstlers – beispielsweise »Pommersche Küste« – durch eine gewisse sachliche Strenge aus, so dominieren in späteren Kompositionen, etwa in der 1831 entstandenen »Brandung« (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A I 806), dramatische Effekte wie düstere Gewitterwolken und stürmische See. | Birgit Verwiebe


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: WK. [Monogramm] pinx. 1828

AUSSTELLUNGEN
– Berliner Akademie-Ausstellung, Berlin, Königliche Akademie der Bildenden Künste, 1828
– Deutsche Romantiker. 85 Gemälde der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Celle, Zonal Fine Arts Repository Schloß Celle, 1.5.-17.7.1949
– Die Nationalgalerie und ihre Stifter. Ausstellung zum hundertjährigen Bestehen der Nationalgalerie, Berlin (West), Nationalgalerie, 26.3.-7.5.1961

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 1828: Verzeichniß derjenigen Kunstwerke, welche von der Königlichen Akademie der Künste [...] öffentlich ausgestellt sind, Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin, 1828, S. 78, Kat.-Nr. 749
– Ausst.-Kat. Berlin 1961: Die Nationalgalerie und ihre Stifter. Ausstellung zum hundertjährigen Bestehen der Nationalgalerie, hrsg. v. Nationalgalerie, Ausst.-Kat. Orangerie Schloss Charlottenburg, Berlin 26.3.-7.5.1961, S. 16, Kat.-Nr. 26
– Ausst.-Kat. Berlin 2011: Die Sammlung des Bankiers Wagener. Die Gründung der Nationalgalerie, hrsg. v. Birgit Verwiebe, Angelika Wesenberg und Udo Kittelmann, Ausst.-Kat. Alte Nationalgalerie, Berlin 23.3.2011-8.1.2012, Kat-Nr. 120
– Ausst.-Kat. Celle 1949: Deutsche Romantiker. 85 Gemälde der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Ausst.-Kat. Schloss Celle 1.5.-30.6.1949, S. 23, Kat.-Nr. 48, Taf. 3
– Boetticher 1891: Friedrich Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Leipzig, Schmidt & Günther, 1891, Bd. I, 2, S. 792, Kat.-Nr. 7
– Brauer/Jannasch 1968: Verzeichnis der vereinigten Kunstsammlungen Nationalgalerie, Preussischer Kulturbesitz, Galerie des 20. Jahrhunderts, Land Berlin, bearb. v. Heinrich Brauer und Adolf Jannasch, Berlin, Mann, 1968, S. 122
– Geismeier 1984: Willi Geismeier, Die Malerei der Deutschen Romantiker, Dresden, Verlag der Kunst, 1984, Taf. 169
– Jordan 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin, bearb. v. Max Jordan, Berlin, Mittler & Sohn, 1876, 2. Aufl., S. 158, Kat.-Nr. 182
– Justi 1932: Ludwig Justi, Von Runge bis Thoma. Deutsche Malkunst im 19. und 20. Jahrhundert. Ein Gang durch die National-Galerie, Berlin, Bard, 1932, S. 107
– Kugler 1838: Verzeichniss der Gemälde-Sammlung des Königl. Schwedischen und Norwegischen Consuls J. H. W. Wagener zu Berlin, hrsg. v. Franz Kugler, Berlin 1838, S. 51, Kat.-Nr. 94
– Müller/Singer 1895: Hermann Alexander Müller und Hans Wolfgang Singer (Hrsg.), Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler, Frankfurt am Main, Literarische Anstalt, Rütten, Loening, 1895, Bd. 2, 1922, S. 390
– Nationalgalerie Kataloge 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Katalog der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Bildwerke in der National-Galerie zu Berlin, Berlin, 1876-1934, Kat.-Nr. 182
– Nationalgalerie 1976: Nationalgalerie. Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts, bearb. v. Barbara Dieterich und Peter Krieger und Elisabeth Krimmel-Decker, Berlin 1976, S. 211 mit Abb.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 468 mit Abb.
– Rosenberg 1879: Adolf Rosenberg, Die Berliner Malerschule. 1819-1879. Studien und Kritiken, Berlin, Ernst Wasmuth, 1879, S. 335
– Rosenberg 1889: Adolf Rosenberg, Geschichte der modernen Kunst, Leipzig, Grunow, 1889, 1887, S. 489
– Schasler 1855: Max Schasler, Berlins Kunstschätze. Zweite Abtheilung: Die öffentlichen und Privat-Kunstsammlungen, Kunstinstitute und Ateliers der Künstler und Kunstindustriellen von Berlin, Berlin, Nicolai, 1855, Bd. 2, S. 298
– Waagen 1861: Verzeichniss der Gemälde-Sammlung des am 18. Januar 1861 zu Berlin verstorbenen Königlichen Schwedischen und Norwegischen Konsuls J. H. W. Wagener, welche durch letztwillige Bestimmung in den Besitz Seiner Majestät des Königs übergegangen ist, hrsg. v. Gustav Friedrich Waagen, Berlin 1861, S. 65, Kat.-Nr. 120


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