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Bildnis der Gräfin Luise von Voß
  • Bildnis der Gräfin Luise von Voß
  • Bild
  • Friedrich Bury (13.3.1763 - 18.5.1823), Maler
  • um 1810
  • Öl auf Leinwand
  • 76 x 56 cm
  • Ident.Nr. NG 1/16
  • 2016 von der Gemäldegalerie der Staatliche Museen zu Berlin übergeben
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Luise Gräfin von Voss, geborene von Berg, Tochter der mit Königin Luise befreundeten Caroline von Berg, war literarisch und politisch interessiert und stand mit zahlreichen Schriftstellern und Politikern in Verbindung. Nach der Niederlage Preußens 1806 führte sie ab 1808 in Berlin einen Salon, in dem sich patriotisch gesinnte Literaten, Hofleute, Offiziere und Staatsbeamte trafen. Die Gräfin war Mitglied des Tugendbundes, der 1808 in Königsberg zur moralischen Wiedererstarkung Preußens gegründet worden war. Friedrich Bury hatte über die Freundschaft mit den Brüdern Janus und Bonaventura Genelli Kontakte zum preußischen Hof geknüpft und Porträtaufträge erhalten. Sein Bildnis der Gräfin von Voss zeigte er 1810 auf der Berliner Akademieausstellung. Überzeugend hat der Künstler die Anmut der jungen Gräfin wiedergegeben. Gehüllt in einen grünen Umhang steht sie im Freien und blickt mit dunklen Augen direkt zum Betrachter. Schwarze Locken umrahmen ihr offenes Gesicht. Im Hintergrund ist wohl das Vossische Gutshaus im mecklenburgischen Groß Gievitz dargestellt. Eine Zweitfassung des Bildnisses befindet sich in Privatbesitz. | Birgit Verwiebe


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
nicht bezeichnet

AUSSTELLUNGEN
– Berliner Akademie-Ausstellung 1810, Berlin, Königliche Akademie der Bildenden Künste, 1810
– Die Kunst hat nie ein Mensch allein besessen, Berlin, Akademie der Künste und Hochschule der Künste, 9.6.-15.9.1996

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 1810: Verzeichniß derjenigen Kunstwerke, welche von der Königlichen Akademie der Künste [...] öffentlich ausgestellt sind, Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin, 1810, S. 12, Kat.-Nr. 67
– Ausst.-Kat. Berlin 1996: Die Kunst hat nie ein Mensch allein besessen., hrsg. v. Akademie der Künste und Hochschule der Künste, Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin 9.6.-15.9.1996
– Ausst.-Kat. Weimar 2013: Katharina Bott, Der Maler Friedrich Bury. Goethes "zweiter Fritz". Mit Werkverzeichnis, Ausst.-Kat. Klassik Stiftung Weimar, Schiller-Museum, 1.5.21.7.2013; Historisches Museum Hanau, Schloß Philippsruhe, 20.8.-20.10.2013, S. 130, WVZ-Nr. G 22, S. 215, Kat.-Nr. 99, Farbtaf. S. 205
– Boetticher 1891: Friedrich Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Leipzig, Schmidt & Günther, 1891, Bd. I, 1, S. 159, Kat.-Nr. 4
– Brauer/Jannasch 1968: Verzeichnis der vereinigten Kunstsammlungen Nationalgalerie, Preussischer Kulturbesitz, Galerie des 20. Jahrhunderts, Land Berlin, bearb. v. Heinrich Brauer und Adolf Jannasch, Berlin, Mann, 1968, S. 46
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 136 mit Abb.
– Pange 1949: Pauline de Pange, August Wilhelm Schlegel und Frau von Staël. Eine schicksalhafte Begegnung nach unveröffentlichten Briefen erzählt, Hamburg, Claassen & Goverts, 1949, 6. Aufl., S. 495


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