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Chorknabe
  • Chorknabe
  • Bild
  • Julius Scholtz (12.2.1825 - 2.5.1893), Maler
  • 1853/1854
  • Öl auf Leinwand
  • 85 x 65 cm
  • Ident.Nr. A III 354
  • 1954 Überweisung des Ministeriums für Kultur als Teil des Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Chorknaben oder Meßdiener zeichnete und malte Julius Scholtz im Laufe seiner Karriere mehrfach: mal mit Kerze in der Hand, mal mit Gebetbuch, mal, wie hier, ein silbernes Turibulum (Weihrauchfaß) schwenkend. Die vorliegende Darstellung aus den frühen 1850er Jahren zeigt dabei noch deutlich den Einfluß Julius Hübners, bei dem Scholtz seit 1847 in Dresden Atelierschüler war. Gerade das Gesicht des Knaben weist jene heute eher als süßlich-sentimental empfundene Frömmigkeit auf, die auch viele religiöse Bilder Hübners prägt (vgl. »Das Christkind auf Wolken sitzend«, 1837, Nationalgalerie, Inv.-Nr. W.S. 93). In Scholtz’ »Chorknabe« von 1876 aus der Sammlung Friedrich Pappermann (heute Städtische Sammlungen, Freital) ist diese bereits einer objektiv-realistischen Genreschilderung gewichen. Eine undatierte Studie zur vorliegenden Darstellung befindet sich im Nationalmuseum Warschau (19,5 × 15,6 cm). Hier wird heute der unweit größte Teil des zeichnerischen Nachlasses des Künstlers verwahrt, der ehedem zum Bestand des Schlesischen Museums der bildenden Künste in Breslau gehörte. | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: Julius Scholtz.

AUSSTELLUNGEN
– Allgemeine deutsche Kunstausstellung, München, 1854
– Internationale Kunstausstellung, München, Glaspalast, 1876

LITERATUR
– Boetticher 1891: Friedrich Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Leipzig, Schmidt & Günther, 1891, Bd. II, 2, S. 627, Kat.-Nr. 3
– Braune/Wiese 1926: Schlesisches Museum der Bildenden Künste Breslau, Katalog der Gemälde und Skulpturen, bearb. v. Heinz Braune und Erich Wiese, Breslau, Korn, 1926, 6. Aufl., S. 245, Kat.-Nr. 1168
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 760 mit Abb.
– WVZ Neidhardt 1965: Hans Joachim Neidhardt, Der Maler Julius Scholtz (1825-1893), Werkverzeichnis [Dissertation], Dresden 1965, Bd. 1, S. 120-121, Bd. 2, S. 4, Nr. 19 ("um 1854"), vgl. S. 11, Nr. 82-83


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