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Italienische Bergstraße mit Brunnen
  • Italienische Bergstraße mit Brunnen
  • Bild
  • Otto Hermann Emil Völcker (5.1.1810 - 3.10.1848), Maler
  • 1847
  • Öl auf Leinwand, auf Pappe kaschiert
  • 39 x 49,5 cm
  • Ident.Nr. A III 705
  • 1890 von der Generalverwaltung der Königlichen Museen an die Nationalgalerie überwiesen
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Otto Völcker, Sohn des Blumenmalers Gottfried Wilhelm Voelcker, widmete sich zunächst der Gartenkunst. 1830 trat er in die Landschaftsklasse an der Berliner Akademie ein, die ab 1831 unter der Leitung von Carl Blechen stand. Vom Vater übernahm er die Tradition der feierlich glatten, leuchtenden Feinmalerei. Der Unterricht bei Blechen mag ihm dazu noch einen Sinn für romantisch-dramatische Effekte vermittelt haben. Ab 1833 unternahm Otto Völcker Studienreisen und spezialisierte sich bald auf Reisebilder. 1837 war er mit Unterstützung des Königs in Italien, in dessen Auftrag mehrere Bilder entstanden. 1842 wollte er mit seiner Familie für immer nach Italien gehen, kehrte aber krank 1844 zurück. Bis zu seinem frühen Tod griff er für seine Bilder auf Studien und Skizzen von seinen Reisen zurück. 1839 hatte Graf Raczyński über ihn geschrieben: »Wiewohl noch jung, wird er doch schon zu den ausgezeichnetsten Landschaftern Berlins gezählt. […] Mag man immerhin sagen, daß in Italien die Luft oft rothe Färbung habe, daß die Gegenstände daselbst sich in so viel Wärme und Glanz kleiden, daß das Wasser unter diesem zauberischen Himmel in solcher Bläue erscheine: ich, meinestheils, kann dieses alles nicht finden« (Geschichte der neueren deutschen Kunst, Bd. 3, Berlin 1841, S. 106). Die drei 1890 von der Generaldirektion der Königlichen Museen Berlins der Nationalgalerie überwiesenen Ansichten (Inv.-Nr. A III 704, 705 und 871) zeigen keine der übersteigerten Farbstimmungen, die in dieser Zeit modern waren (vgl. August Kopisch, Die Pontinischen Sümpfe bei Sonnenuntergang, Nationalgalerie, Inv.-Nr. W.S. 118) und die offensichtlich auch von Otto Völcker erprobt wurden. | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. rechts unten: Otto Völcker fec. Mai 1847.; sowie verso: Otto Völcker f [in Tinte]

LITERATUR
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 874 mit Abb.


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