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Blick auf den Mont Blanc
  • Blick auf den Mont Blanc
  • Bild
  • Karl Friedrich Schinkel (13.3.1781 - 9.10.1841), Maler
  • 1813
  • Öl auf Leinwand
  • 37,5 x 42 cm
  • Ident.Nr. NG 4/91
  • 1923 mit der Sammlung des Beuth-Schinkel-Museums in die Verwaltung der Nationalgalerie übergegangen
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Jörg P. Anders
Description
Provenienz
Auf seiner Reise nach Italien hatte Schinkel die Alpen durchquert. Obwohl ihn sein Weg nicht zum Mont Blanc führte, stellte er in dieser Landschaft den berühmten Gipfel dar. Einer Aussage seines Freundes Christian Peter Wilhelm Beuth zufolge malte er das Bild »vor dem Kriege 1813 als einen Ort, wohin wir uns in einer trüben Zeit zurückziehen könnten, und schenkte mir sie, als ich 1814 aus dem Feldzuge zurückkehrte« (Aus Schinkel’s Nachlaß, Bd. 2, Mittenwald 1981, S. 336, D. I). Schinkel und seinen Zeitgenossen schien das Hochgebirge ein Freiheitsraum zu sein, dies besonders seit das mutige Bergvolk der Tiroler gegen die französischen Truppen 1811 Widerstand geleistet hatte. Das frei komponierte Gemälde vereint verschiedene Landschaftselemente. Vorn links sind drei Holzhäuser zu sehen, rechts mündet ein Fluß in einen Wasserfall. Dahinter erstreckt sich bis zum schneebedeckten Gipfelmassiv ein von hohen Felsen flankierter See, auf dem Segelboote ziehen. Möglicherweise griff Schinkel hier auf Motive zurück, die er während seiner Reise in das Salzkammergut 1811 am Traunsee bei Gmunden studiert hatte. | Birgit Verwiebe


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: Schinkel [unleserlich: Fr. 1813?]

AUSSTELLUNGEN
– Karl Friedrich Schinkel. Architektur, Malerei, Kunstgewerbe, Berlin, Staatliche Schlösser und Gärten und Staatliche Museen, Nationalgalerie, in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg, 13.3.-13.9.1981
– Gemälde der deutschen Romantik aus der Nationalgalerie Berlin, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz. Caspar David Friedrich, Karl Friedrich Schinke, Carl Blechen, Zürich, Kunsthaus, 14.6.-11.8.1985
– Caspar David Friedrich. Der Watzmann, Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 30.10.2004-30.1.2005
– Caspar David Friedrich. Der Watzmann, Hamburg, Hamburger Kunsthalle, 11.2.-24.4.2005

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 1981: Karl Friedrich Schinkel. Architektur; Malerei; Kunstgewerbe, hrsg. v. Helmut Börsch-Supan und Lucius Grisebach, Ausst.-Kat. Staatliche Schlösser und Gärten, Potsdam, und Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 13.3.-13.9.1981, S. 240, Kat.-Nr. 168, Farbtaf. S. 39
– Ausst.-Kat. Berlin 2004: Caspar David Friedrich. Der Watzmann, hrsg. v. Birgit Verwiebe, Ausst.-Kat. Alte Nationalgalerie, Berlin 30.10.2004-30.1.2005, S. 80 (mit weiterer Lit.), Kat.-Nr. 14 mit Farbtaf.
– Ausst.-Kat. Zürich 1985: Gemälde der deutschen Romantik aus der Nationalgalerie Berlin, Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich, 14.6.-11.8.1985., S. 76, Farbtaf. S. 77
– Börsch-Supan 2007: Helmut Börsch-Supan, Bild-Erfindungen, Berlin, Deutscher Kunstverlag, 2007, S. 367 f., Kat.-Nr. 220, Farbabb. S. 131, Farbtaf. XI
– Brauer/Jannasch 1968: Verzeichnis der vereinigten Kunstsammlungen Nationalgalerie, Preussischer Kulturbesitz, Galerie des 20. Jahrhunderts, Land Berlin, bearb. v. Heinrich Brauer und Adolf Jannasch, Berlin, Mann, 1968, S. 180
– Krieger 1986: Galerie der Romantik, hrsg. v. Peter Krieger, Berlin, Nationalgalerie, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, 1986, S. 68 mit Farbabb.
– Nationalgalerie 1976: Nationalgalerie. Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts, bearb. v. Barbara Dieterich und Peter Krieger und Elisabeth Krimmel-Decker, Berlin 1976, S. 350 mit Abb.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 732 mit Abb.
– Sydow 1921: Eckart von Sydow, Karl Friedrich Schinkel als Landschaftsmaler, in: Monatshefte für Kunstwissenschaft, 14. Jg. (1921), S. 262-363, S. 246
– Wesenberg 2001: Angelika Wesenberg und Eve Förschl (Hrsg.), Nationalgalerie Berlin. Das XIX. Jahrhundert. Katalog der ausgestellten Werke, Leipzig, Seemann, 2001, S. 371 f., Kat.-Nr. 433 mit Farbabb.
– Wolzogen 1862-64: Alfred von Wolzogen (Hrsg.), Aus Schinkel's Nachlaß. Reisetagebücher, Briefe und Aphorismen, Katalog des künstlerischen Nachlasses, 4 Bde. (Nachdruck der Ausgabe Berlin 1862-64), Mittenwald, Mäander, 1981, Bd. 2, 1862, S. 336, Kat.-Nr. D. I.; Bd. 4, 1864, S. 546 f., Kat.-Nr. II C. b. 50 und S. 603, Kat.-Nr. 25
– Zadow 1980: Mario Zadow, Karl Friedrich Schinkel, Berlin, Rembrandt, 1980, S. 80, Taf. 14


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