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Bildnis des Kriegsrates von Nagler
  • Bildnis des Kriegsrates von Nagler
  • Bild
  • Johann Georg Schneider (Lebensdaten unbekannt), Zuschreibung unsicher, Maler
    Unbekannter Künstler, Maler
  • um 1795
  • Öl auf Leinwand
  • 40,8 x 31 cm
  • Ident.Nr. A II 952
  • 1939 Schenkung von Käthe Sturm, Sonthofen im Allgäu
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Das dilettantisch, hölzern gemalte Bildnis zeigt den Kriegsrat Karl Ferdinand Friedrich von Nagler (1770–1846) in seiner Paradeuniform: mit einem blauen, rot gefütterten Uniformrock, Weste und Beinkleid in Weiß, mit Jabot und einer Schärpe quer über der Hüfte, eine Petschaft am Gürtel, den Prunkdegen an der Seite, die Hand auf einem Buch. Eine rote Signatur rechts unten ist nicht mehr lesbar. Der aus Ansbach stammende Nagler erhielt nach dem Studium der Rechtswissenschaften eine Anstellung bei Markgraf Karl Alexander von Brandenburg-Ansbach-Beyreuth; nachdem dieser im Januar 1791 sein Fürstentum an Preußen abgetreten hatte, wurde Nagler unter dem dirigierenden Minister Hardenberg Assessor beim ersten Senat der Kriegs- und Domänenkammer zu Ansbach, später Kriegsrat und Mitglied des Regierungskollegiums. 1798 folgte er Hardenberg nach Berlin und machte bis 1809 weiterhin Karriere. Von 1810 bis 1821 unfreiwillig außer Dienst, legte er in dieser Zeit eine große Kunstsammlung an, die Jahre später, 1835, für die Berliner Museen erworben wurde. 1821 wurde Nagler Präsident des Generalpostamtes und seit 1823 war er Generalpostmeister.
Das kleine Bildnis wird während seiner Dienstzeit in Ansbach entstanden sein, die Ähnlichkeit zu einem Bildnis Karl Alexanders aus der Hand des Ansbacher Hofmalers Johann Leonhard Schneider, der allerdings schon 1762 verstarb, lassen vermuten, daß es von seinem Bruder und Gehilfen Johann Georg oder dessen Söhnen, ebenfalls Maler und Holzlackierer in Geislingen, gemalt wurde. | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. rechts unten (in Rot): [unleserlich]

LITERATUR
– Liliencron 1875-1912: Rochus Freiherr von Liliencron und F. X. von Wegele (Hrsg.), Allgemeine Deutsche Biographie, Leipzig, Duncker & Humblot, 1875-1912, Bd. 17, S. 233
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 936 mit Abb.


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