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Bildnis Johann Joseph Freidhoff
  • Bildnis Johann Joseph Freidhoff
  • Bild
  • Friedrich Georg Weitsch (8.8.1758 - 30.5.1828), Maler
  • 1815
  • Öl auf Leinwand
  • 57 x 46 cm
  • Ident.Nr. A III 779
  • 1890 von der Generalverwaltung der Königlichen Museen an die Nationalgalerie überwiesen
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Johann Joseph Freidhoff (1768–1818) ließ sich ab 1791 an der Düsseldorfer Akademie von Johann Gerhard Huck zum Kupferstecher ausbilden. 1794 fertigte er erste Reproduktionsstiche zu Gemälden der Sammlung des Grafen Brabeck in Hildesheim. Als ein Jahr später in Dessau die Chalkographische Gesellschaft gegründet wurde, siedelte Freidhoff dorthin über. Er wurde einer der erfolgreichsten Mitarbeiter dieser Verlagsanstalt und stach in Dessau einige seiner bekanntesten Reproduktionen nach alten Meistern, sowohl figürliche als auch landschaftliche Darstellungen. Um 1800 ließ Freidhoff sich in Berlin nieder, um einen eigenen Kunstverlag zu gründen. 1804 wurde er Mitglied der Akademie der Künste, ein Jahr später folgte die Berufung zum Professor für Kupferschabkunst. In späteren Jahren betätigte sich Freidhoff als Kunsthändler und unternahm Reisen in die Niederlande, nach Frankreich und Italien. Freidhoff war mit Gottfried Schadow und Friedrich Georg Weitsch befreundet, die Bildnisse des Letztgenannten reproduzierte er mehrfach, darunter das bekannte Porträt des Naturforschers Alexander von Humboldt (1806, Nationalgalerie, Inv.-Nr. A II 828). Weitschs Bildnis zeigt den 46jährigen Kupferstecher im schwarzen Rock, ein zart gestreifter gelber Stehkragen rahmt die elegante weiße, mit Spitze verzierte Halsbinde. In den Händen hält Freidhoff einen Papierbogen, sein genau beobachtender Blick geht unvermittelt zum Betrachter, scheint diesen gleichsam zu fixieren. | Birgit Verwiebe


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. verso: Johann Joseph Freidhof / Profesor der Kupferstecher-Kunst. / gemalt von F.G.Weitsch. 1815.

AUSSTELLUNGEN
– 200 Jahre Chalcographische Gesellschaft, Dessau 1996., Dessau, 1996

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Dessau 1996: "…Waren nicht des ersten Bedürfnisses, sondern des Geschmacks und des Luxus." Zum 200. Gründungstag der Chalcographischen Gesellschaft Dessau, hrsg. v. Norbert Michels, Ausst.-Kat. Anhaltische Gemäldegalerie Dessau, Museum Schloß Mosigkau, 5.10.-17.11.1996, Kat.-Nr. 19, S. 92
– Müller-Klocke 1990: Anette Müller-Klocke, Friedrich Georg Weitsch 1758-1828. Ein Maler zwischen zwei Epochen, Berlin 1990, Kat.-Nr. 89
– Nationalgalerie Kataloge 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Katalog der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Bildwerke in der National-Galerie zu Berlin, Berlin, 1907-1934, Kat.-Nr. 1061
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 904 mit Abb.
– Oschilewski 1978: Walther G. Oschilewski, Erinnerung an Friedrich Georg Weitsch, in: Der Bär von Berlin. Jahrbuch des Vereins für die Geschichte Berlins, hrsg. v. Gerhard Kutzsch und Claus P. Mader, (1978), S. 24-40, S. 36
– Thieme/Becker 1907-1950: Ulrich Thieme und Felix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig, Engelmann, 1907-1950, Bd. 35, 1942, S. 349
– WVZ Lacher 2003: Reimar F. Lacher, Friedrich Georg Weitsch, Maler - Kenner - Akademiker, Berlin, Mann, 2003, S. 264, Kat.-Nr. W185, Abb. S. 265, W185


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