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Herrenbildnis in rotem Mantel
  • Herrenbildnis in rotem Mantel
  • Bild
  • Julius Scholtz (12.2.1825 - 2.5.1893), Maler
  • 1848
  • Öl auf Leinwand
  • 87,5 x 66,5 cm
  • Ident.Nr. A III 355
  • 1954 Überweisung des Ministeriums für Kultur als Teil des Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
Neben Ferdinand von Rayski zählt Julius Scholtz zu den wichtigsten Porträtisten und zugleich zu den bedeutendsten Vertretern eines malerischen Realismus im Dresden. Scholtz hatte zunächst in seiner Geburtsstadt Breslau bei dem Bildnismaler Johannes König gelernt, bevor er seine Studien in Dresden fortsetzte. 1848 schuf er das erste, uns heute bekannte Porträt in Öl. Es zeigt in feiner koloristischer Abstufung einen selbstbewußten jungen Mann mit Federbarett und dunkelrotem Samtmantel. In Ausschnitt und Pose sind Anregungen berühmter Selbstbildnisse, beispielsweise von Anthonis van Dyck, verarbeitet. Wie Hans Joachim Neidhardt im Werkverzeichnis von 1965 nahelegt (Der Maler Julius Scholtz, Dresden 1965, S. 2, Nr. 5), mag das Porträt daher den 23jährigen Künstler selbst darstellen. Bald in Vergessenheit geraten, bedurfte es der vom Sächsischen Kunstverein 1928 veranstalteten Jubiläumsausstellung »Kunst in Sachsen vor 100 Jahren«, um den Porträtisten Julius Scholtz wiederzuentdecken. | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: J.S. 48.

AUSSTELLUNGEN
– Deutsche Malerei. Freundschaftsgeschenk des polnischen Volkes an das deutsche Volk, Berlin (Ost), Staatliche Museen zu Berlin, 19.12.1953-28.2.1954

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 1954: Deutsche Malerei. Freundschaftsgeschenk des polnischen Volkes an das deutsche Volk, Ausst.-Kat. Nationalgalerie, Berlin 19.12.1953-28.2.1954, S. 53, Kat.-Nr. 36
– Becker 1912: Robert Becker, Julius Scholtz und die Ausstellung von Zeichnungen und Studien aus seinem Nachlaß im Schlesischen Museum der bildenden Künste, Breslau, Korn, 1912, vgl. S. 9
– Braune/Wiese 1926: Schlesisches Museum der Bildenden Künste Breslau, Katalog der Gemälde und Skulpturen, bearb. v. Heinz Braune und Erich Wiese, Breslau, Korn, 1926, 6. Aufl., S. 245, Kat.-Nr. 1208
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 758 mit Abb.
– WVZ Neidhardt 1965: Hans Joachim Neidhardt, Der Maler Julius Scholtz (1825-1893), Werkverzeichnis [Dissertation], Dresden 1965, Bd. 1, S. 130, Bd. 2, S. 2, Nr. 5


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