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Bildnis Angela Böcklin
  • Bildnis Angela Böcklin
  • Bild
  • Franz von Lenbach (13.12.1836 - 6.5.1904), Maler
  • um 1860
  • Öl auf Leinwand
  • 57 x 42,7 cm
  • Ident.Nr. A III 336
  • 1954 Überweisung des Ministeriums für Kultur als Teil des Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
Angela Böcklin (1836–1915), geborene Pascucci, Tochter eines Offiziers der Vatikanischen Garde, heiratete den Maler Arnold Böcklin im Jahre 1853. In einem wahrscheinlich auf den 24. November 1860 zu datierenden Brief an den befreundeten Piloty-Schüler Theodor Schüz schrieb Lenbach aus Weimar, wo er gemeinsam mit Böcklin an der Kunstschule lehrte, von einigen zu dieser Zeit entstandenen Porträts namhafter Persönlichkeiten aus seinem näheren Umkreis, wie Graf Stanislaus von Kalckreuth oder Otto von Schorn – »und die Frau Böcklin habe ich bis jetzt gemalt (noch nicht ganz fertig)« (zit. nach: Franz von Lenbach, Ausst.-Kat., München 1987, S. 54). Lenbach wählte eine strenge Profilansicht. In der dunklen, schweren Farbgebung ist das Bild noch ganz historistisch aufgefaßt.
Nur wenige Monate später malte Arnold Böcklin, nachdem er das ihn bedrückende Lehramt in Weimar aufgegeben, nach Italien zurückgekehrt und erstmals die Ausgrabungen in Pompeji besucht hatte, eine erstaunlich gleiche Profilansicht seiner Frau (vgl. Nationalgalerie, Inv.-Nr. A I 1113), nun aber in der hellen, spröden Farbigkeit antiker Wandmalereien, die ihn auf einen neuen Weg, weg von Lenbach führten. | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. rechts unten: Lenbach

AUSSTELLUNGEN
– Lenbach, München, Kgl. Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz, Jun.-Okt. 1905
– Deutsche Malerei. Freundschaftsgeschenk des polnischen Volkes an das deutsche Volk, Berlin (Ost), Staatliche Museen zu Berlin, 19.12.1953-28.2.1954
– Lenbach. Sonnenbilder und Porträts, München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 6.5.-8.8.2004

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 1954: Deutsche Malerei. Freundschaftsgeschenk des polnischen Volkes an das deutsche Volk, Ausst.-Kat. Nationalgalerie, Berlin 19.12.1953-28.2.1954, S. 52, Kat.-Nr. 22, Taf. S. 42
– Ausst.-Kat. München 1905: Lenbach-Ausstellung veranstaltet von dem Zentral-Komitee der IX. internationalen Kunst-Ausstellung, Ausst.-Kat. Kgl. Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz, München, Jun.-Okt. 1905, S. 17, Kat.-Nr. 31, Taf. 24
– Ausst.-Kat. München 1986: Franz von Lenbach 1836-1904, hrsg. von Rosel Gollek, Winfried Ranke, Ausst.-Kat. Lenbachhaus, München 14.12.1986-3.5.1987, S. 54 und Anm. 20
– Ausst.-Kat. München 2004: Lenbach. Sonnenbilder und Porträts, hrsg. v. Reinhold Baumstark, Ausst.-Kat. Neue Pinakothek und Schack-Galerie, München 6.5.-8.8.2004, S. 80, 225, Kat.-Nr. 27, Farbtaf. S. 104
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 508 mit Abb.
– Neugebauer 2016: Wibke Neugebauer, Von Böcklin bis Kandinsky. Kunsttechnologische Forschungen zur Temperamalerei in München zwischen 1850 und 1914, Berlin, Pro Business, 2016, S. 82, Abb. 3.9, S. 280-295


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