SMB-digital

Online-Datenbank der Sammlungen

Waldteich
  • Waldteich
  • Bild
  • Karl Hagemeister (12.3.1848 - 6.8.1933), Maler
  • 1908
  • Öl auf Leinwand
  • 125 x 210 cm
  • Ident.Nr. A III 476
  • 1962 Ankauf von Margarete Schweitzer, geb. Rottstock, Brandenburg an der Havel, aus dem Nachlaß des Künstlers
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
Der einzige Landschaftsmaler der Berliner Secession, der tatsächlich auf dem Land lebte, war Karl Hagemeister. Seine Naturwahrnehmung unterschied sich daher völlig von der seiner Kollegen: Im Freien beobachtete Hagemeister nicht besänftigende Ruhe, sondern vegetatives Wachstum. Noch der kleinste Naturausschnitt war ihm ein Mikrokosmos und bei intensiver farblicher und luminoser Gestaltung ein malerisches Motiv, daß er nicht selten auch aufgrund fotografischer Nahaufnahmen fand. »Ich habe erkannt«, so Hagemann selbst, »dass zum atmenden Leben Bewegung gehört, und dass diese nur durch feinste Unterschiede im Farbauftrag erreicht werden kann. Wenn man alles pastos malt, so giebt es keine Bewegung, wohl aber, wenn man vom Pastosen bis zur äusserster Zartheit und von der klaren deutlichen Ferne bis zu Verschwommenheit abstuft« (zit. nach: Kunst und Künstler, 8. Jg., 1910, H. 8, S. 418). Daher legte Hagemeister seinen Gemälden je einen bestimmten Farbton zugrunde, den »Stimmungston« (ebd., S. 418), aus dem er sodann die Landschaft entwickelte. Die Technik, die einzelnen Farbschichten zum Teil in fast expressivem Duktus mit dem Spachtel auf die Leinwand aufzutragen, übernahm Hagemeister von Courbet, dessen pastose Malweise ihn in Paris nachhaltig beeindruckt hatte. | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: K Hagemeister. / 1908.

AUSSTELLUNGEN
– Malerei der deutschen Impressionisten, Berlin (Ost), Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 1.12.1976-27.2.1977
– Karl Hagemeister. (1848-1933). Gemälde - Pastelle - Zeichnungen, Berlin, Bröhan-Museum, 12.3.-12.7.1998
– „So ist meine Kunst nur Natur.“ Landschaften von Karl Hagemeister (1848-1933), Berin, Bröhan-Museum, 04.05.-07.10.2012

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 1976: Malerei der deutschen Impressionisten, Ausst.-Kat. Nationalgalerie, Berlin, 1976, S. 41, Kat.-Nr. 39, Taf. 50
– Ausst.-Kat. Berlin 1998: Karl Hagemeister (1848-1933). Gemälde - Pastelle - Zeichnungen, hrsg. v. Margrit Bröhan und Balthasar Otto, Ausst.-Kat. Bröhan-Museum, Berlin, 12.3.-12.6.1998; Jagdschloss Granitz, Rügen, 08.-10.1998 (Auswahl), S. 163, Kat.-Nr. 87, Farbtaf. S. 163
– Bröhan 1973: Karl H. Bröhan (Hrsg.), Berliner Secessionisten. Hans Baluschek, Karl Hagemeister, Willy Jaeckel und andere, Berlin, Mann, 1973, S. 9
– Hütt 1986: Wolfgang Hütt, Deutsche Malerei und Graphik 1750-1945, Berlin, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, 1986, S. 244, Farbabb. 336
– Meckel 1985: Claudia Meckel, Karl Hagemeister, ein Beitrag zur monographischen Erschließung seines Werkes (Diplomarbeit), Berlin 1985, S. 81, Kat.-Nr. 34, Abb. 9
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Staatliche Museen zu Berlin, 1986, o. S., Abb. 153
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– WVZ Warmt 2016: Hendrikje Warmt, Karl Hagemeister, in Reflexion und Stille. Monographie und Werkverzeichnis, Berlin, Bebra, 2016, S. 432, Nr. G 404


SMB-digital steht unter einer
Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
Über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können Sie bei der bpk-Bildagentur
unter www.bpk-bildagentur.de erhalten.