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Bildnis der Kaiserin Augusta
  • Bildnis der Kaiserin Augusta
  • Bild & Pendant
  • Bernhard Plockhorst (2.3.1825 - 18.5.1907), Maler
  • 1872
  • Öl auf Leinwand
  • 274 x 164 cm
  • Ident.Nr. A I 220
  • 1876 Schenkung von Otto von Mühlberg, Berlin
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
1872 hielt Bernhard Plockhorst die nunmehrige Kaiserin Augusta (1811–1890) in einem repräsentativen Porträt fest. Zuvor, von 1866 bis 1869, hatte Plockhorst eine Professur in Weimar innegehabt; während dieser Zeit waren die Bildnisse des Bruders der Kaiserin, Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach, und dessen Gattin Sophie entstanden. Ende 1869 hatte sich Plockhorst schließlich in Berlin niedergelassen, woran die in Weimar aufgewachsene Augusta vielleicht nicht unbeteiligt gewesen war. Plockhorst stellte sie in seinem Porträt weniger in ihrer formalen Würde als in der von ihr selbst geprägten Rolle dar. Das Ganzfigurenporträt nach festgelegtem Kompositionsschema zeigt Augusta in einem weißen Atlaskleid mit den Insignien ihres Standes, Diadem, Schärpe und Orden, vor einem roten Vorhang links und dem obligatorischen Ausblick in eine Landschaft rechts. Hier ist es ein Blick auf den Rhein, vom kurfürstlichen Schloß Koblenz aus gesehen, wo Augusta, seitdem ihr Mann (noch als Prinz Wilhelm) dort als preußischer Militärgouverneur für die Rheinprovinz und die Provinz Westfalen amtiert hatte, bis zu ihrem Tod im Sommer gern längere Zeit residierte. Das sächsisch-preußische Allianzwappen links oben verweist selbstbewußt auf ihren Ehebund. – Vgl. das Pendantbildnis Kaiser Wilhelms I. (Inv.-Nr. A I 219). | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: Plockhorst. 1872

LITERATUR
– Boetticher 1891: Friedrich Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Leipzig, Schmidt & Günther, 1891, Bd. II, 1, S. 289, Kat.-Nr. 29
– Jordan 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin, bearb. v. Max Jordan, Berlin, Mittler & Sohn, 1876, 2. Aufl., S. 195 f., Kat.-Nr. 248
– Nationalgalerie Kataloge 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Katalog der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Bildwerke in der National-Galerie zu Berlin, Berlin, 1876-1934, Kat.-Nr. 248
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 666 mit Abb.
– Thieme/Becker 1907-1950: Ulrich Thieme und Felix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig, Engelmann, 1907-1950, Bd. 27, 1933, S. 155
– Verwiebe/Wesenberg 2013: Birgit Verwiebe und Angelika Wesenberg (Hrsg.), Die Gründung der Nationalgalerie in Berlin. Der Stifter Wagener und seine Bilder, Köln, Böhlau, 2013, S. 209-210, Abb. 97


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