SMB-digital

Online collections database

Bildnis des Schriftstellers Rudolph Genée
  • Bildnis des Schriftstellers Rudolph Genée
  • Bild
  • Franz von Lenbach (13.12.1836 - 6.5.1904), Maler
  • vor 1867
  • Öl auf Leinwand
  • 71 x 53 cm
  • Ident.Nr. A II 64
  • 1914 Vermächtnis des Dargestellten
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Der Berliner Schriftsteller und Theaterhistoriker Rudolph Heinrich Genée (1824–1914) übernahm nach der Leitung des Danziger Stadttheaters 1861 die Herausgabe der Coburger Zeitung und begann sich verstärkt mit dem Werk Shakespeares auseinanderzusetzen. Er bearbeitete zahlreiche seiner Bühnenwerke und hielt in verschiedenen deutschen Städten Vorlesungen über den englischen Dramatiker. In den 1860er Jahren begann er die Ergebnisse seiner Forschung in verschiedenen Aufsätzen und Büchern zu publizieren. Etwa in diese Zeit fällt auch seine erste Begegnung mit Franz von Lenbach. Den späteren Malerfürsten lernte Genée durch den Genremaler Ludwig von Hagn und dessen Schwester Charlotte von Oven kennen, eine Schauspielerin, die in den 1820er Jahren für die Schönheitengalerie König Ludwigs I. konterfeit worden war und sich nun von Lenbach porträtieren ließ (Städel Museum, Frankfurt am Main). »Lenbach stand damals gerade in der ersten Periode seiner Berühmtheit«, erinnerte sich Genée später (R. Genée, Zeiten und Menschen, Berlin 1897, S. 226). »Er, Louis v. Hagn und ich hatten viel miteinander verkehrt. Zwei Jahre später, als ich wieder in München Shakespeare-Vorträge hielt, hatte Lenbach den Wunsch geäußert, auch mich zu malen. Ich erhielt dabei Kenntniß von seiner eigenartigen Technik, der Untermalung in Temperafarben; denn er behauptete, daß sich damit für die Gesichtsfläche viel feinere Töne erreichen ließen. Er hatte mir dann das werthvolle Bildniß zum Geschenk gemacht und nach Dresden geschickt« (ebd., S. 226). 1914 gelangte das Bild als Vermächtnis Genées in die Nationalgalerie. | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
nicht bezeichnet

LITERATUR
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 508 mit Abb.


SMB-digital is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany License.
Permissions beyond the scope of this license may be available at www.bpk-bildagentur.de.