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Zons am Rhein
  • Zons am Rhein
  • Bild
  • Andreas Achenbach (29.9.1815 - 1.4.1910), Maler
  • um 1840
  • Öl auf Leinwand
  • 28,8 x 36,8 cm
  • Ident.Nr. A II 438
  • 1924 Ankauf von Direktor O. Beese, Zwickau
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Das undatierte kleine Bild, in dem romantisches Empfinden – ohne alle Theatralik – und frische Naturanschauung miteinander verschmelzen, gehört wohl zu den frühen Arbeiten des Künstlers. Der schon in der Jugend weitgereiste Maler, der seine Motive sonst in Norwegen, Holland oder England suchte, hatte sich diesmal nur in die unmittelbare Umgebung Düsseldorfs begeben. Der Blick gleitet über einen ungepflegten Friedhof am Hang zum nördlichen Zollturm und Rheintor, deren schwere, verschattete Formen von der Silhouette der Stadt und dem rötlichen Horizont hinterfangen werden. Das Dämmerlicht spiegelt sich im glatten Wasser. Im Zusammenhang mit so symbolstarken Bildzeichen wie dem Kreuz und den Gräbern, dem Kirch-, dem Zollturm und dem offenen Friedhofstor muß gewiß auch die Ungestalt und Verlassenheit des unebenen Vordergrunds romantisch als ein Hinweis auf Vergänglichkeit aufgefaßt werden, wie es die Malerei Friedrichs oder Blechens vorgibt. Dem letzteren – der junge Achenbach hatte seine Werke schon 1832 in Berlin sehen können – steht auch der malerische Vortrag erstaunlich nahe, näher als dem Lehrer Johann Wilhelm Schirmer. Die vielfach unbedeckt gebliebene braune Imprimitur läßt erkennen, daß die Freiheiten der Gattung Skizze in Anspruch genommen worden sind. | Claude Keisch


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: A. Achenbach.

AUSSTELLUNGEN
– Romantik und Mittelalter. Architektur und Natur in der Malerei nach Schinkel, Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie, 14.9.2012-6.1.2013

LITERATUR
– Justi 1926: Ludwig Justi, Paul Ortwin Rave und Ludwig Thormaehlen, Zweihundert Bilder der Nationalgalerie. Erworben 1910 bis 1925 von Ludwig Justi, Berlin, Bard, 1926, S. 14, Kat.-Nr. 48
– Nationalgalerie Kataloge 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Katalog der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Bildwerke in der National-Galerie zu Berlin, Berlin, 1934, S. 3, Kat.-Nr. 1670
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S., Kat.-Nr. 29
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 26 mit Abb.
– Wesenberg 2001: Angelika Wesenberg und Eve Förschl (Hrsg.), Nationalgalerie Berlin. Das XIX. Jahrhundert. Katalog der ausgestellten Werke, Leipzig, Seemann, 2001, S. 23, Kat.-Nr. 1
– WVZ Ponten 1983: Birgit Ponten, Andreas Achenbach, Kiel 1983, S. 197, WVZ Nr. 282


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