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Caroline Freifrau von Bechtolsheim. Studie
  • Caroline Freifrau von Bechtolsheim. Studie
  • Bild & Studie
  • Ferdinand von Rayski (23.10.1806 - 23.10.1890), Maler
  • 1837
  • Öl auf Papier, auf Pappe kaschiert
  • 34,2 x 26,5 cm
  • Ident.Nr. A III 748
  • 1985 Ankauf von Johanna Kunze, Machern bei Leipzig
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Gefördert und vermittelt durch den Freiherrn August von Manteuffel (1765–1842), den sächsischen Gesandten am Bundestag in Frankfurt am Main, wurde Rayski in den Jahren 1837 und 1838 zu einem der gefragtesten Porträtisten des fränkischen Adels. Über vierzig Bildnisse gleichbleibend hoher Qualität schuf Rayski in dieser frühen Schaffensphase. Vermutlich während eines Aufenthalts auf Schloß Mainsondheim bei Dettelbach in Mainfranken malte Rayski 1837 die vorliegende Bildnisstudie der Caroline Freifrau von Bechtolsheim (1801–1895), die er in dieser Zeit mehrfach porträtierte. Das nicht signierte, für Rayski ungewohnt ungeschickt wirkende Porträt diente dem Maler allenfalls als schnell hingestrichene Gedächtnisstütze und weist insbesondere in der Malschicht des Inkarnats die für einen zügigen Farbauftrag so charakteristischen Runzeln auf. Schon mit den wenig später ausgeführten Bildnissen Carolines – allein (Galerie Neue Meister, Dresden) sowie mit ihrem Sohn Moritz (Mainfränkisches Museum Würzburg) – hat die Studie nur mehr wenig gemein.
Caroline, geborene Freiin von Gagern, Tochter des nassauischen Ministers Hans Christoph von Gagern, hatte sich 1830 mit dem königlich-bayerischen Kämmerer Philipp Freiherr von Machenheim, genannt Bechtolsheim, vermählt. Sie war selbst dilettierende Malerin; Rayski besaß von ihr drei in Hanau 1827 und 1828 gemalte Blumenstücke (Verbleib unbekannt; vgl. E. Sigismund, Zusätze zu Ferdinand von Rayskis Lebens- und Werkbeschreibung, in: Dresdner Geschichtsblätter, 48. Jg., 1940, H. 2, S. 38–39 mit Anm. 11). | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
nicht bezeichnet

AUSSTELLUNGEN
– Dresden Kunstverein, Dresden, 1908

LITERATUR
– Ernst Sigismund 1940: Ernst Sigismund, Zusätze zu Ferdinand von Rayskis Lebens- und Werkbeschreibung, in: Dresdner Geschichtsblätter, 48. Jg. (1940), H. 2, vgl. S. 38-39 mit Anm. 11
– Goeritz 1940: Mathias Goeritz, Ferdinand von Rayski und die Stellung seiner Kunst im 19. Jahrhundert (Dissertation), Berlin, Funk, 1940
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 680 mit Abb.
– WVZ Walter 1943: Maräuschlein Walter, Ferdinand von Rayski. Sein Leben und sein Werk, Bielefeld, Leipzig 1943, S. 289, Nr. 700


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