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Selbstbildnis mit seinem Bruder
  • Selbstbildnis mit seinem Bruder
  • Bild
  • Carl Constantin Heinrich Steffeck (4.4.1818 - 11.7.1890), Maler
  • 1839
  • Öl auf Leinwand
  • 76,5 x 68,5 cm
  • Ident.Nr. A II 869
  • 1935 Ankauf von den Erben des Künstlers
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
1839 entstand das innige Doppelbildnis des damals 20jährigen Malers Carl Steffeck (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A II 869), das ihn gemeinsam mit dem jüngeren Bruder (links im Bild, Lebensdaten unbekannt) zeigt. In Ausdruck und Haltung den Freundschaftsbildern der Romantik verwandt, steht die Arbeit im Kolorit noch unter dem Einfluß des Lehrers Carl Begas (des Älteren), in dessen Atelier Steffeck nach der Studienzeit bei Franz Krüger 1838 eingetreten war. Just dieses »Gesellenstück« soll, so berichtete Alfred Gold im Katalog der Nachlaßausstellung 1913, den Vater zuletzt überzeugt haben, den Sohn Maler werden zu lassen (Carl Steffeck, Ausst.-Kat., Berlin 1913, S. 13).
Noch im selben Jahr brach Steffeck mit der finanziellen Unterstützung der Eltern nach Paris auf und setzte dort seine Studien unter anderem bei Paul Delaroche fort. Am Mansardenfenster der Pariser Wohnung malte er sich 1839/40 selbst (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A II 25). Mit Palette und Pinsel in der linken Hand, den rechten Arm lässig auf die Brüstung des Fensters gelegt, blickt der junge Künstler nachdenklich auf die Dächer der französischen Metropole. Am 24. März 1840 schrieb er an den befreundeten Felix Schadow, im Pariser Salon wären »nichts als Porträts u[nd] einige hübsche Landschaften« zu sehen; die Historiengemälde aber wären »eigentlich gar keine Kunstwerke zu nennen, so lange man nicht die Technik für eine Kunst hielt« (SMB-ZA, NL Schadow 249). Nach zwei Monaten kehrte Steffeck Paris ernüchtert den Rücken und brach mit Constantin Cretius nach Rom auf. | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. rechts unten: C. Steffeck 1839

AUSSTELLUNGEN
– Carl Steffeck (1818-1890). Seine Kunst/Sein Leben. Seine Werke. Zur Ausstellung aus dem Nachlasse Carl Steffecks, Berlin, Galerie Paul Cassirer, Okt. 1913
– Deutsche Romantiker. 85 Gemälde der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Celle, Zonal Fine Arts Repository Schloß Celle, 1.5.-17.7.1949
– Berlin zwischen 1789 und 1848. Facetten einer Epoche, Berlin (West), Akademie der Künste, 30.8.-1.11.1981

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 1913: Carl Steffeck (1818-1890). Seine Kunst, Sein Leben, Seine Werke, hrsg. v. Paul Cassirer, Ausst.-Kat. Berlin 10.1913, S. 23, Kat.-Nr. 3, Abb. (Frontispiz)
– Ausst.-Kat. Berlin 1981: Berlin zwischen 1789 und 1848. Facetten einer Epoche, hrsg. v. Sonja Günther, Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin 30.8.-1.11.1981, S. 349, Kat.-Nr. 5.177
– Ausst.-Kat. Celle 1949: Deutsche Romantiker. 85 Gemälde der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Ausst.-Kat. Schloss Celle 1.5.-30.6.1949, S. 29, Kat.-Nr. 73
– Brauer/Jannasch 1968: Verzeichnis der vereinigten Kunstsammlungen Nationalgalerie, Preussischer Kulturbesitz, Galerie des 20. Jahrhunderts, Land Berlin, bearb. v. Heinrich Brauer und Adolf Jannasch, Berlin, Mann, 1968, S. 207
– Nationalgalerie 1976: Nationalgalerie. Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts, bearb. v. Barbara Dieterich und Peter Krieger und Elisabeth Krimmel-Decker, Berlin 1976, S. 395 mit Abb.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 812 mit Abb.
– Verein der Freunde der National-Galerie 1938: National-Galerie. Die wichtigsten Erwerbungen in den Jahren 1933-1937, bearb. v. Eduard von der Heydt, hrsg. v. Verein der Freunde der National-Galerie, Berlin, Deutscher Kunstverlag, 1938, S. 10, Taf. 42


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