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Bildnis des Staatsministers Ancillon
  • Bildnis des Staatsministers Ancillon
  • Bild
  • Adolphe Rinck (26.2.1802 - 1895), Maler
  • 1836
  • Öl auf Leinwand
  • 112 x 92 cm
  • Ident.Nr. A II 921
  • 1938 Ankauf von Oberstleutnant a. D. Jordan, Berlin-Steglitz, für die Bildnissammlung
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
An der Berliner Akademie und seit 1835 an der École des Beaux-Arts in Paris zum Maler ausgebildet, hatte sich Adolphe Rinck früh auf das Porträtfach spezialisiert. 1836 malte er den preußischen Staatsmann Jean Pierre Frédéric Ancillon (1767–1837), der durch Heirat mit den Eltern des späteren Direktors der Nationalgalerie Max Jordan (1837–1906) verbunden war, aus dessen Nachlaß das Bild 1938 für die Bildnissammlung der Nationalgalerie angekauft wurde. Zunächst Theologe und Prediger an der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin, wurde Ancillon 1804 zum königlichen Hofhistoriographen ernannt und war zwischen 1810 und 1814 der Erzieher des späteren Königs Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Politisch eher konservativ-restaurativ eingestellt, trat Ancillon als Mitglied der Hofpartei gegen die Einführung einer Verfassung in Preußen ein und unterstützte noch während seiner Tätigkeit im preußischen Außenministerium sowie als Außenminister die Restaurationspolitik Metternichs. Wie der Kontakt zu Rinck zustande kam, läßt sich heute nicht mehr klären. Bevor Rinck 1840 nach New Orleans auswanderte und dort als erfolgreicher Porträtmaler über dreißig Jahre lang tätig war (vgl. die Arbeiten im Louisiana State Museum und der Roger H. Ogden Collection), schuf er in Paris das Bildnis der Eltern Claude Monets (1839, Fondation Claude Monet, Giverny). | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links oben: Ad. Rinck / Berlin 1836.

LITERATUR
– Jahrbuch Berliner Museen 1959: Jahrbuch der Berliner Museen [ehem. Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen], Berlin, Mann, 1959ff., Neue Folge, 44. Band, 2002, S. 49-62, hier S. 56, vgl. Abb. 8 (Büste von Ludwig Wichmann)
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 704 mit Abb.


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