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Bildnis des Grafen von Hoverden
  • Bildnis des Grafen von Hoverden
  • Bild
  • Theodor Hamacher (27.8.1825 - 19.3.1865), Maler
  • 1863
  • Öl auf Leinwand
  • 121 x 89 cm
  • Ident.Nr. A III 329
  • 1954 Überweisung des Ministeriums für Kultur als Teil des Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
Der Geheime Justizrat und Königlich Preußische Kammerherr Johann Adrian Eduard Graf von Hoverden (1797–1872) war Mitte des 19. Jahrhunderts eine bedeutende Figur in der Breslauer Kulturpolitik: Er war Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins für das Museum Schlesischer Altertümer sowie Sekretär des Schlesischen Kunstvereins. Der ursprünglich aus Düsseldorf stammende Maler Theodor Hamacher war nach seiner Übersiedelung nach Breslau 1854 verschiedentlich für den Grafen tätig. Das Porträt zeigt Hoverden in klassisch repräsentativer Pose, mit Orden und Interimsspangen hochdekoriert (Roter Adlerorden, Kronen- und Malteserorden, Eisernes Kreuz von 1861 für den Deutsch-Dänischen Krieg, Kette des Österreichischen Ordens mit auf den Frack geheftetem Stern). Papier, Rohrfeder und Tinte dienen als Hinweise auf die publizistische Tätigkeit des Grafen, der neben wissenschaftlichen Aufsätzen auch einen Historienroman unter dem Pseudonym Eduard Plenken veröffentlichte (»Das Ende der Inka’s oder die Eroberung Peru’s«, 1827). Die Statuette des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg im Hintergrund verweist auf Hoverdens Verdienste um die schlesische Museumskultur. | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. rechts unten: Th.Hamacher 1863

LITERATUR
– Braune/Wiese 1926: Schlesisches Museum der Bildenden Künste Breslau, Katalog der Gemälde und Skulpturen, bearb. v. Heinz Braune und Erich Wiese, Breslau, Korn, 1926, 6. Aufl., S. 168, Kat.-Nr. 812
– Dioskuren 1856: Max Schasler (Hrsg.), Die Dioskuren. Deutsche Kunst-Zeitung. Hauptorgan der Deutschen Kunstvereine, Berlin, Nicolai, 1856, Jg. 10, 1865, S. 116, 136
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Staatliche Museen zu Berlin, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 328 mit Abb.
– Thieme/Becker 1907-1950: Ulrich Thieme und Felix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig, Engelmann, 1907-1950, Bd. 15, 1922, S. 540


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