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Bildnis der Gräfin Erdmuthe Magdalena von Bünau
  • Bildnis der Gräfin Erdmuthe Magdalena von Bünau
  • Bild
  • Anton Graff (1736 - 1813), Maler
  • um 1781
  • Öl auf Leinwand
  • 78,6 x 60 cm
  • Ident.Nr. A III 587
  • 1975 Ankauf aus dem Kunsthandel der DDR
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
Die Damenbildnisse Anton Graffs um 1780 zeigen häufig eine aufstrebende, energische Haltung von Oberkörper und schmalem Kopf; eigen ist ihnen eine lichte, kühle Farbigkeit bei kleiner Palette und eine breitere Pinselführung als zuvor. Der für die Mode dieser Zeit typische Kopfschleier und die hellen Seidenkleider unterstützen zugleich eine feine stoffliche Charakterisierung. Die Dargestellten sind natürlich, schlicht und vornehm zugleich wiedergegeben. In diesem Bildnis ist Erdmuthe Magdalena Gräfin von Bünau, geborene von der Sala (1750–1836), dargestellt. Meisterhaft hielt Graff ihren offenen, lebhaften Blick, das zarte Lächeln und das anmutige Rot ihrer Wangen fest. 1781 wurde sie mit Günther Graf von Bünau (1726–1804) als dessen zweite Ehefrau vermählt. Anläßlich der Hochzeit könnte das Porträt entstanden sein. Ein alter Klebezettel auf der Rückseite des Bildes besagt: »[...]schall Graf Vitzthum Eigen«. Da Günther Graf von Bünau II. (1768–1841) eine Gräfin Vitzthum heiratete, sind auf diesem Wege mehrere Bildnisse der Bünaus in den Besitz des Grafen Vitzthum von Eckstaedt in Lichtenwalde gelangt. 1913 war das Porträt auf der Dresdner Graff-Ausstellung zu sehen. Im zugehörigen Katalog wurde es fälschlicherweise als Bildnis der Ermuthe Friederike Gräfin Bünau, geborene Gräfin Hoym, aufgeführt. Auch auf dem rückseitigen Aufkleber sind diese falschen Angaben zu lesen, was Verwechslungen zur Folge hatte (vgl. Anton Graff, Ausst.-Kat., Dresden 1913, Kat.-Nr. 33, S. 34). Ein weiteres, von Graff nur in der Gesichtspartie ausgeführtes Bildnis der Dargestellten befindet sich in den KODE Kunstmuseene in Bergen, Norwegen (vgl. E. Berckenhagen, Anton Graff, Leben und Werk, Berlin 1967, WVZ Nr. 140). | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
nicht bezeichnet

AUSSTELLUNGEN
– Anton Graff, Dresden, Sächsischer Kunstverein, Brühlsche Terrasse, 5.10.-30.11.1913

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Dresden 1913: Anton Graff, Ausst.-Kat. Brühlsche Terrasse, Dresden 10.1913-11.1913, S. 34, Kat.-Nr. 33
– Landesverein Sächsischer Heimatschutz 1933: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, Dresden, Landesverein, 22. Jg. (1933),, S. 32, Abb. 34
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 300 mit Abb.
– WVZ Berckenhagen 1967: Ekhart Berckenhagen, Anton Graff. Leben und Werk, Berlin, Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, 1967, S. 78, Kat.-Nr. 141


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