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Die Engelsburg in Rom
  • Die Engelsburg in Rom
  • Bild
  • Carl Brünner (4.12.1847 - 17.1.1918), Maler
  • 1880
  • Öl auf Leinwand
  • 45,3 x 69,3 cm
  • Ident.Nr. A II 976
  • 1941 Geschenk der Tochter des Künstler, Lisa Schettler, Kassel
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Seit 1874 lebte Carl Brünner in der Schweiz, wohin ihn ein größerer Auftrag zu Wandbildern im Restaurant des Basler Kunstvereins geführt hatte. Ein gewisser dekorativer Zug eignet auch dem vorliegenden Bilde, wie bereits der Rezensent Carl Brun an dem in der Schweizerischen Kunstausstellung von 1882 ausgestellten Bild monierte: »Eigentlich mehr architektonisch als landschaftlich interessant ist ein Stück von Brünner in Basel: die Engelsburg. […] An dem Tage, da der Künstler die Studie zu seinem Bilde machte, lagerten über Rom gewitterschwere Wolken. Der Stoff, welchen Brünner sich auserkor, ist sehr dankbar, aber mit Leichtigkeit hätte demselben eine noch günstigere Seite abgewonnen werden können« (Kunstchronik, 17. Jg., 1882, Sp. 703).
Brünner unternahm während der Schweizer Jahre mehrere Reisen nach Italien. In Rom fesselte ihn offensichtlich das Beieinander von bedeutender Architektur und ländlichem Leben. Auf der Anhöhe hinter einer Schafherde sieht man die um das Jahr 135 als Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian und seine Nachfolger erbaute, später in päpstlichem Besitz befindliche sogenannte Engelsburg. Seit 1400 war sie durch einen Gang mit dem Vatikan verbunden und diente, zur Kastellburg umgebaut, verschiedentlich als päpstlicher Zufluchtsort; seit 1906 ist hier ein Museum untergebracht. Im Hintergrund, mittig im Bild, sieht man den Petersdom im Sonnenschein. Bestimmt aber wird die halbkreisförmige Darstellung von den gestaffelten Wolkenbänken. Brünner muß das Bild besonders geschätzt haben, noch im Jahr 1914 wählte er es zum Hochzeitsgeschenk für seine Tochter Lisa, wie eine rückseitige Aufschrift besagt. | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. rechts unten: C. Brünner 1880.

AUSSTELLUNGEN
– Schweizerische Kunstausstellung, Basel, 1882

LITERATUR
– Brauer/Jannasch 1968: Verzeichnis der vereinigten Kunstsammlungen Nationalgalerie, Preussischer Kulturbesitz, Galerie des 20. Jahrhunderts, Land Berlin, bearb. v. Heinrich Brauer und Adolf Jannasch, Berlin, Mann, 1968, S. 45
– Kunstchronik 1866-1926: Kunstgeschichtliche Gesellschaft (Berlin) (Hrsg.), Kunstchronik und Kunstmarkt: Wochenschrift für Kenner und Sammler, Leipzig, Seemann, 1866-1926, 1882, Bd. 17, Sp. 703
– Nationalgalerie Kataloge 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Katalog der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Bildwerke in der National-Galerie zu Berlin, Berlin, Kat.-Nr. 1854
– Nationalgalerie 1976: Nationalgalerie. Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts, bearb. v. Barbara Dieterich und Peter Krieger und Elisabeth Krimmel-Decker, Berlin 1976, S. 76 mit Abb.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 130 mit Abb.
– Zentralarchiv SMPK, J.Nr. 1113/41


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