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Adler
  • Adler
  • Goldanhänger
  • Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939), Sammler
  • 700 - 1550
  • Costa Rica
    Guanacaste (Provinz)
    Santa Cruz (Kanton)
    La Virgen (Ort)
  • Gold
  • Objektmaß: 4 x 3,9 x 1,3 cm
    Gewicht: 13,4 g
  • Ident.Nr. IV Ca 34227
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Amerika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andrea Blumtritt
Beschreibung
Avimorphe Anhänger gehören in der archäologischen Region Diquís zu den Metallobjekten, die am häufigsten gefunden wurden. Die inventarisierte Figur scheint die Attribute verschiedener Wesen (Adler, Geier, Tucan, Fledermaus) miteinander zu kombinieren. Ihre hervortretenden Augen und der halb geöffnete Schnabel drücken eine angespannte, agressive Haltung aus. Die doppelköpfige Schlange, die von der vogelähnlichen Figur ergriffen wurde, kann auch mit Fröschen (maulständige Applikation), Vögeln (Kopfschmuck) und maskierten, anthropomorphen Figuren assoziiert sein. Die kostarikanischen bribrí verstehen Schlangen als Helfer der awápa (Heiler). Sie werden mit ihrem Amtsstab oder Penis assoziiert (González und González 1989: 96, 109). Fernández Esquivel (2003: 37f.) bildet zwei männliche, anthropomorphe Wesen ab, deren Penis mit einer doppelköpfigen Schlange verbunden ist. In einer mythischen Erzählung der bribrí verwandelt sich der Penis eines awa in eine Schlange (Bozzoli de Wille 1979). Nach Aguilar (1996: 83) können Schamanen in Gestalt einer Schlange sozial verbindliche Sanktionen aussprechen. (Künne 2005)


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