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Die Hochmeister Hermann von Salza und Meinhard von Querfurt. Entwurf zu Gemälden in der Marienburg
  • Die Hochmeister Hermann von Salza und Meinhard von Querfurt. Entwurf zu Gemälden in der Marienburg
  • Bild & Entwurf
  • Eduard Daege (10.4.1805 - 6.6.1883), Maler
  • vor 1853
  • Öl auf Leinwand
  • 85,4 x 58,7 cm
  • Ident.Nr. A III 680
  • 1890 von der Generalverwaltung der Königlichen Museen, Berlin, an die Nationalgalerie überwiesen
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Nachdem im Zuge der Restaurierung der in Westpreußen gelegenen Marienburg 1828 im Sommerremter farbige Glasfenster eingesetzt worden waren, wurden Mitte der 1850er Jahre die dortigen Mauerblenden ebenfalls mit Bildern versehen. Wie bei den Fenstern sollten auch dort Ordensmeister aus der Frühzeit des Deutschen Ritterordens zu sehen sein, deren zivilisatorische Leistungen es zu würdigen galt. Theodor von Schön, ehemaliger Oberpräsident der Provinz Preußen, hatte mehrere Künstler beauftragt, neben Adolph Menzel, Karl Ludwig Rosenfelder, Carl Heinrich Hermann auch Eduard Daege. Von letzterem stammt dieser Entwurf, nicht, wie irrtümlich angenommen, von Carl Wilhelm Kolbe dem Jüngeren (Dioskuren, 1. Jg., 1856, S. 164). Im mittelalterlichen Gewand der Kreuzritter mit Schwert und Helm sind links der zwischen 1209 und 1239 zur Blütezeit des Ordens wirkende Hochmeister Hermann von Salza und rechts Landmeister Meinhard von Querfurt, der sich 1288 bis 1299 Verdienste bei Wasserbauarbeiten im Weichsel-Delta erworben hatte, dargestellt. Aus gesundheitlichen Gründen überließ Daege dem jüngeren Gustav Graef die Ausführung der Wandmalerei. Adolph Menzels Wandbildentwurf »Hochmeister Siegfried von Feuchtwangen und Luther von Braunschweig« wird ebenfalls in der Nationalgalerie bewahrt (Inv.-Nr. A III 502). | Birgit Verwiebe


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
nicht bezeichnet
Inschrift links oben: o l; links unten: Hermann von Salza; rechts unten: Meinhard v Querfurth

LITERATUR
– Boockmann 1982: Hartmut Boockmann, Die Marienburg im 19. Jahrhundert, Frankfurt am Main, Propyläen, 1982, S. 29-34, 118, Abb. 42-44
– Forstreuter 1967: Kurt Forstreuter, Bildnisse von Hochmeistern des Deutschen Ordens im Mittelalter, in: Acht Jahrhunderte Deutscher Orden in Einzeldarstellungen (Festschrift Marian Tumler zum 80. Geburtstag), hrsg. v. P. Klemens Wieser, Bad Godesberg 1967, S. 11-14
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 178 mit Abb.
– Thieme/Becker 1907-1950: Ulrich Thieme und Felix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig, Engelmann, 1907-1950, Bd. 21, 1927, S. 228
– 1856: M. R., Die Wandgemälde in Meisters großem Remter auf Schloß Marienburg. Beitrag zur Geschichte der Restauration des Schlosses, in: Die Dioskuren, 1. Jg. (1856), H. 17 (1. Dez.), S. 163-164


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