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Inneres der Westminster Abbey, London
  • Inneres der Westminster Abbey, London
  • Bild
  • Max Emanuel Ainmiller (14.2.1807 - 8.12.1870), Maler
  • 1858
  • Öl auf Leinwand
  • 158 x 122 cm
  • Ident.Nr. W.S. 10
  • 1861 Vermächtnis des Bankiers Joachim Heinrich Wilhelm Wagener als Gründungssammlung der Nationalgalerie
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
1858 erwarb Wagener noch einmal ein Bild von Ainmüller, sein bislang größtes. Im folgenden Jahr wird er sein Testament machen und einen letzten Ankauf tätigen. Die Darstellung aus der Westminster Abbey beweist einmal mehr die stupende Technik des bei Friedrich von Gaertner in München und als Porzellanmaler ausgebildeten Ainmiller. Sein Haupttätigkeitsfeld lag seit 1828 bei der bayerischen Glasmalereianstalt, administrativ, technisch und künstlerisch. Erst daneben war er als begeisterter Architekturmaler tätig – und zu seinen Lieblingsmotiven zählten die großen Kirchen Londons.
Eine erste, sehr ähnliche Fassung von 1844, »Chor der Westminster Abbey«, befindet sich in der Sammlung des Fürstenhauses Thurn und Taxis, Regensburg (vgl. U. Staudinger, Die »Bildergalerie« Maximilian Karls von Thurn und Taxis, Kallmünz 1990, Nr. 25). Hier ist ein Blick in das nördliche Seitenschiff des Chors gegeben. Rechts ist das Denkmal Heinrichs III. in Form einer Tumba zu sehen, links die Kapelle des heiligen Paulus, in der Mitte der Zugang zur prachtvollen Kapelle Heinrichs VII., 1502 bis 1520 erbaut, davor die reich skulptierte Grabkapelle Heinrichs V. »Andere Denkmäler der neueren Zeit sind, als mit dem gothischen Styl der Kirche im Widerspruch, von dem Künstler unterdrückt worden«, vermerkt der Katalog der Sammlung Wagener zustimmend. (Verzeichniss der Gemälde-Sammlung des J. H. W. Wagener, Berlin 1861, S. 5, Nr. 10). Alle Bilder von Ainmiller der Sammlung Wagener sind in München gemalt (vgl. ebd., S. 4–6), nach Studien der Reise von 1841 sicher, aber wohl auch nach graphischen, vielleicht auch schon fotografischen Vorlagen; sie folgen einem Ideal, wie der Hinweis auf das nicht Dargestellte uns zeigt. | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. rechts unten: MAX AINMILLER 1858.

AUSSTELLUNGEN
– Die Sammlung des Bankiers Wagener. Die Gründung der Nationalgalerie, Berlin, Alte Nationalgalerie, 23.3.2011-8.1.2012
– Die Sammlung des Bankiers Wagener. Die Gründung der Nationalgalerie, Berlin, Alte Nationalgalerie, 23.3.2011-8.1.2012
– Romantik und Mittelalter. Architektur und Natur in der Malerei nach Schinkel, Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie, 14.9.2012-6.1.2013
– Die Sammlung des Bankiers Wagener. Die Gründung der Nationalgalerie, Papenburg, Gut Altenkamp, 15.5.-19.8.2012
– Die Sammlung des Bankiers Wagener. Die Gründung der Nationalgalerie, Papenburg, Gut Altenkamp, 15.5.-19.8.2012

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 2011: Die Sammlung des Bankiers Wagener. Die Gründung der Nationalgalerie, hrsg. v. Birgit Verwiebe, Angelika Wesenberg und Udo Kittelmann, Ausst.-Kat. Alte Nationalgalerie, Berlin 23.3.2011-8.1.2012, Kat-Nr. 10
– Boetticher 1891: Friedrich Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Leipzig, Schmidt & Günther, 1891, Bd. I, 1, S. 24, Kat-Nr. 23
– Jordan 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin, bearb. v. Max Jordan, Berlin, Mittler & Sohn, 1876, 2. Aufl., S. 50, Kat-Nr. 14
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 38 mit Abb.
– Waagen 1861: Verzeichniss der Gemälde-Sammlung des am 18. Januar 1861 zu Berlin verstorbenen Königlichen Schwedischen und Norwegischen Konsuls J. H. W. Wagener, welche durch letztwillige Bestimmung in den Besitz Seiner Majestät des Königs übergegangen ist, hrsg. v. Gustav Friedrich Waagen, Berlin 1861, S. 5, Kat-Nr. 10


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