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Sophie Christine Juliane Schulze, geb. Weitsch
  • Sophie Christine Juliane Schulze, geb. Weitsch
  • Bild & Pendant
  • Friedrich Georg Weitsch (8.8.1758 - 30.5.1828), Maler
  • um 1790
  • Öl auf Leinwand
  • 63,5 x 55,5 cm
  • Ident.Nr. A II 892
  • 1937 Schenkung von P. M. Roth, Hamburg
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Auf den beiden im Format identischen Bildnissen (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A II 891 und 892) sind nicht, wie irrtümlich angenommen, die Eltern von Friedrich Georg Weitsch, der Vater Pascha Weitsch und dessen Ehefrau, dargestellt; allein die Lebensdaten, aber auch physiognomische Vergleiche schließen dies aus. Da die Werke aus dem Besitz der Familie des Künstlers stammen, könnte es sich hier um Porträts der Schwester des Malers, Sophie Christine Juliane Schulze, geborene Weitsch (um 1751–1824), und deren Ehemann, Ludwig Wilhelm Schulze (1745–1820), Buchhalter und Oberfaktor des Braunschweiger Porzellanlagers, handeln.
Sophie Schulze trägt ein weißes Kleid, darüber einen dunklen Umhang, eine übergroß erscheinende schwarze, mit Spitze verzierte Haube, in der eine Rose steckt, sowie Perlenkette und Ohrschmuck. Ihr Gatte wirkt mit weißer Halsbinde, Schleife und braunem Rock dagegen unauffällig gekleidet, bei ihm richtet sich die Aufmerksamkeit mehr auf die prägnanten Gesichtszüge. Weitschs Vertrautheit mit seinen Modellen zeigt sich vor allem im Bildnis der Schwester. Mit einfühlender Wärme hat der Maler ihren unverstellten, freundlichen Blick und das zarte, verhaltene Lächeln zum Ausdruck gebracht. | Birgit Verwiebe


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
nicht bezeichnet

LITERATUR
– Bernhard/Martin 1965: Marianne Bernhard und Kurt Martin, Verlorene Werke der Malerei. In Deutschland in der Zeit von 1939 bis 1945 zerstörte und verschollene Gemälde aus Museen und Galerien, hrsg. v. Klaus P. Rogner, München, Berlin, Ackermann, Henschel, 1965, S. 53
– Müller-Klocke 1990: Anette Müller-Klocke, Friedrich Georg Weitsch 1758-1828. Ein Maler zwischen zwei Epochen, Berlin 1990, Kat.-Nr. 21
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 898 mit Abb.
– WVZ Lacher 2003: Reimar F. Lacher, Friedrich Georg Weitsch, Maler - Kenner - Akademiker, Berlin, Mann, 2003, S. 222, Kat.-Nr. W54


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