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Bildnis Arnold Böcklin
  • Bildnis Arnold Böcklin
  • Bild
  • Reinhold Begas (15.7.1831 - 3.8.1911), Maler
  • um 1861
  • Öl auf Leinwand
  • 44,7 x 29,6 cm
  • Ident.Nr. A II 53
  • 1913 Ankauf von der Kunsthandlung Eduard Schulte, Berlin
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Arnold Böcklin, Reinhold Begas und Franz von Lenbach folgten 1860/61 dem Wunsch von Großherzog Karl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach, an der neu belebten Kunstschule in Weimar zu lehren. Böcklin und Begas waren einander bereits 1856 in Rom begegnet, Lenbach kam 1858 ebenfalls nach Rom. In Weimar pflegten die drei freundschaftliche Beziehungen, und sie malten einander (vgl. Böcklins »Doppelbildnis Reinhold Begas und Franz von Lenbach«, wohl 1861, R. Andree, Böcklin, Die Gemälde, Basel 1977, Kat.-Nr. 132, sowie »Bildnis Franz von Lenbach«, 1862, in: ebd., Kat.-Nr. 150, und vor allem Lenbachs »Bildnis Arnold Böcklin«, 1861, in: ebd., S. 37, Abb. 4).
Begas hat sein Porträt von Böcklin weicher, skizzenhafter angelegt als seine Freunde die ihrigen. In gleicher Weise hat Begas ein Bildnis Lenbachs gemalt (Jahrhundertausstellung, Berlin 1906, Kat.-Nr. 79). Gewandung und Anlage des Porträts von Böcklin erinnern an dessen »Kopf eines Römers« (vgl. R. Andree, Böcklin, Die Gemälde, Basel 1977, Kat.-Nr. 149), das vielleicht zur gleichen Zeit entstand.
1862/63 verließen die Freunde das ihnen zu enge Weimar wieder. Die ursprüngliche falsche Zuschreibung des Bildes an Lenbach wurde 1926 durch Werner Begas berichtigt. | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
nicht bezeichnet

AUSSTELLUNGEN
– Die Künstlerfamilie Begas in Berlin, Berlin, Berlin Museum, 1968
– Begas - Monumente für das Kaiserreich. Eine Ausstellung zum 100. Todestag des Bildhauers Reinhold Begas, Berlin, Deutsches Historisches Musem, 26.11.2010-06.03.2011

LITERATUR
– Brauer/Jannasch 1968: Verzeichnis der vereinigten Kunstsammlungen Nationalgalerie, Preussischer Kulturbesitz, Galerie des 20. Jahrhunderts, Land Berlin, bearb. v. Heinrich Brauer und Adolf Jannasch, Berlin, Mann, 1968, S. 26
– Justi 1914: Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen in der Königlichen Nationalgalerie zu Berlin, 1914, hrsg. v. Ludwig Justi, Berlin, Mittler, 1914, S. 76, Kat.-Nr. 1217
– Justi 1926: Ludwig Justi, Paul Ortwin Rave und Ludwig Thormaehlen, Zweihundert Bilder der Nationalgalerie. Erworben 1910 bis 1925 von Ludwig Justi, Berlin, Bard, 1926, S. 16, Taf. 77
– Mackowsky 1929: National-Galerie. Führer durch die Bildnis-Sammlung, bearb. v. Hans Mackowsky, Berlin, Hermann, 1929, S. 84 f., Kat.-Nr. 47
– Müllejans-Dickmann/Cortjaens 2013: Begas Haus, Heinsberg. Band 2: Die Sammlung Begas, hrsg. v. Rita Müllejans-Dickmann und Wolfgang Cortjaens, Köln, Wienand, 2013, S. 106, Kat.-Nr. 56
– Nationalgalerie 1976: Nationalgalerie. Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts, bearb. v. Barbara Dieterich und Peter Krieger und Elisabeth Krimmel-Decker, Berlin 1976, S. 40 mit Abb.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 66 mit Abb.
– Reinkowski-Häfner 2014: Eva Reinkowski-Häfner, Die Entdeckung der Temperamalerei im 19. Jahrhundert. Erforschung, Anwendung und Weiterenticklung einer historischen Maltechnik, Petersberg, Imhof, 2014, S. 163-168, Abb. 86
– Zentralarchiv SMPK, Tgb. Nr. 346/26 (Brief Werner Begas vom 11. 3. 1926)


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