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Blick auf die Schmiedebrücke in Königsberg
  • Blick auf die Schmiedebrücke in Königsberg
  • Bild
  • Rudolf Krauskopf (23.2.1867 - 1945), Maler
  • 1925
  • Öl auf Leinwand
  • 37,5 x 60,5 cm
  • Ident.Nr. A III 75
  • 1927 angekauft aus der in Kunstausstellung der Künstlerschaft Ostpreußens in Königsberg durch den Regierungspräsidenten von Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen und in der Nationalgalerie inventarisiert
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, mit der Berufung von Rudolf Dettmann an die Kunstakademie in Königsberg im Jahre 1900, erlebte die ehemals ostpreußische Handels- und Industriestadt (heute Kaliningrad) mit der nahegelegenen Künstlerkolonie Nidden neuen Aufschwung. Rudolf Krauskopf, gebürtiger Königsberger, der noch vor Dettmanns Amtsantritt an der dortigen Akademie studiert hatte, galt in dieser Zeit als einer der vielversprechendsten Landschaftsmaler Königsbergs. »Das stärkste Talent ist jedenfalls Rudolf Krauskoff (sic!)«, hieß es beispielsweise 1909 anläßlich einer Ausstellung im Salon Riesemann und Lintaler in Königsberg. Seine Landschaften wären »in Farbe, Lichtverteilung und im Motiv stets wirkungsvoll und bei derbem Farbauftrag meist flott und sicher gemalt« (Die Kunst für Alle, 24. Jg., 1909, H. 9, S. 222). Das für Krauskopf eher ungewöhnlich kleinformatige Bild mit Blick auf die Schmiedebrücke in Königsberg, zeigt in lockerem impressionistischen Pinselstrich und in lichter Farbpalette die Speicherhäuser links und rechts des Pregel. Im Hintergrund sind rechts die beiden Türme des Königsberger Domes zu erkennen (von denen aus Geldmangel nur einer nach dem Brande von 1554 vollständig wiederhergestellt wurde), mittig die Kuppel der 1896 vollendeten Synagoge (zerstört 1938), links das Brückenhaus an der Schmiedebrücke. Vgl. auch die Ansicht von Olof Jernberg, »Schiffe im Eis«, um 1902, in der Nationalgalerie (Inv.-Nr. A I 789). | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. rechts unten: R.Krauskoff

LITERATUR
– Bernhard/Martin 1965: Marianne Bernhard und Kurt Martin, Verlorene Werke der Malerei. In Deutschland in der Zeit von 1939 bis 1945 zerstörte und verschollene Gemälde aus Museen und Galerien, hrsg. v. Klaus P. Rogner, München, Berlin, Ackermann, Henschel, 1965, S. 41
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Zentralarchiv SMPK, I/NG 949, fol. 258-261 (zu J.Nr. 749/39), Inv.-Nr. G 101


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