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Thronende Maria mit dem Kinde (Kopie nach dem Mittelbild des Dreikönigsaltars von Stephan Lochner)
  • Thronende Maria mit dem Kinde (Kopie nach dem Mittelbild des Dreikönigsaltars von Stephan Lochner)
  • Bild
  • Kaspar Benedikt Beckenkamp (5.2.1747 - 1.4.1828), Maler
  • 1818
  • Öl auf Holz
  • 202 x 120 cm
  • Ident.Nr. A III 830
  • 1923 mit der Sammlung des Beuth-Schinkel-Museums in die Verwaltung der Nationalgalerie übergegangen
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Description
Provenienz
Der in Köln ansässige Maler Beckenkamp, der zu den Sammlern und Bewunderern altdeutscher Kunst, wie den Brüdern Boisserée und Ferdinand Franz Wallraf, enge Kontakte unterhielt, wurde zu einem geschickten Kopisten gotischer Malerei. Im Auftrag des preußischen Königshauses beschäftigte sich Beckenkamp mehrere Jahre hindurch mit Nachbildungen des um 1445 von Stephan Lochner gemalten Dreikönigsaltars, der sich erst seit 1810 im Kölner Dom befindet (vgl. das Kölner Dombild, gezeichnet von Beckenkamp, gestochen auf 5 Blatt von E. Thelott, Düsseldorf, in: Taschenbuch für Freunde altdeutscher Zeit und Kunst auf das Jahr 1816, o. Pag.).
Der Dom stand spätestens seit Joseph Görres’ Aufruf zu seiner Vollendung als deutsches Nationaldenkmal (1814) im öffentlichen Interesse. Er beschäftigte auch Karl Friedrich Schinkel und seinen Freund und Mitstreiter Christian Peter Wilhelm Beuth in starkem Maße. Schinkel sah das Bauwerk erstmals 1816. In einem Brief an Christian Daniel Rauch hob er das Altarbild Lochners besonders hervor. 1818 zeichnete Schinkel für den König nach aufgefundenen alten Plänen einen großen Aufriß der Westfassade mit vollendeten Türmen. So wird sich der Kauf von Beckenkamps Teilkopie in Originalgröße durch Beuth wohl gleichermaßen aus der neuen Vorliebe für altdeutsche Malerei wie aus dem Interesse am Kölner Dom erklären lassen. 1818 war die Teilkopie auf der Berliner Akademieausstellung zu sehen. | Angelika Wesenberg


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
nicht bezeichnet

AUSSTELLUNGEN
– Berliner Akademie-Ausstellung, Berlin, Königliche Akademie der Bildenden Künste, 1818

LITERATUR
– Ausst.-Kat. Berlin 1818: Verzeichniß derjenigen Kunstwerke, welche von der Königlichen Akademie der Künste [...] öffentlich ausgestellt sind, Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin, 1818, Kat.-Nr. 496
– Meyer 1872: Julius Meyer, Hermann Lücke, Hugo von Tschudi (Hrsg.), Allgemeines Künstler-Lexikon, Leipzig, Engelmann, 1872-1885, 2. Aufl., Bd. III, 1885, S. 265
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 50 mit Abb.
– Rave 1931: Das Schinkel-Museum und die Kunst-Sammlungen Beuths, bearb. v. Paul Ortwin Rave, Berlin, Ernst Rathenau, 1931, S. 110
– Rave 1935: Paul Ortwin Rave, Die Kunst-Sammlung Beuths, in: Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft, 1935, H. 2, S. 475-495, S. 482


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