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Der Hafen von Dieppe
  • Der Hafen von Dieppe
  • Bild
  • Maria von Parmentier (11.4.1846 - 14.5.1879), Malerin
  • vor 1878
  • Öl auf Leinwand
  • 80,5 x 121 cm
  • Ident.Nr. A I 444
  • 1890 Geschenk der Schwester der Künstlerin, Louise Begas-Parmentier, und deren Mutter, Berlin
  • Sammlung: Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie
  • © Foto: Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Andres Kilger
Beschreibung
Provenienz
Wohl um 1876/77 studierte die Wiener Malerin Maria von Parmentier in Paris; Ausflüge führten sie unter anderem nach Dieppe, einer Hafenstadt, die seit 1848 von Paris aus mit der Eisenbahn zu erreichen war und sich unter Napoleon III. zu einem beliebten Reiseziel für Künstler entwickelte. Vermutlich auf Anregung von Charles-François Daubigny, ihres Lehrers in Paris, dürfte Parmentier die Gegend um Dieppe für sich entdeckt haben. Eine ganze Reihe vor Ort entstandener Ölstudien war 1881 auf der Gedächtnisausstellung der Nationalgalerie zu sehen, wenige Jahre nachdem Parmentier in Italien 33jährig an Typhus verstorben war. In ihren Arbeiten, so hieß es einleitend im Katalog, offenbare die Künstlerin »einen feinen Natursinn, verbunden mit echt malerischem Geschmack, und diese Eigenschaften geben ihren Werken bei aller Bescheidenheit einen ungewöhnlich künstlerischen Werth« (14. Sonderausstellung der National-Galerie, Ausst.-Kat., Berlin 1881, S. 7). Durch die Schwester Louise Begas-Parmentier und deren Mutter gelangte 1890 diese Ansicht des Hafens von Dieppe in die Sammlung der Nationalgalerie. Das Bild ist gerade in der Erfassung der gewittrig dämmrigen Lichtstimmung bei wolkenverhangenem Himmel bemerkenswert. Ein anonymer Kritiker, möglicherweise Hans Rosenhagen, beschrieb es später als Hauptwerk der Künstlerin (vgl. Die Kunst für Alle, 15. Jg., 1900, H. 14, S. 327). | Regina Freyberger


SIGNATUREN UND INSCHRIFTEN
Bez. links unten: MParmentier

LITERATUR
– Boetticher 1891: Friedrich Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Leipzig, Schmidt & Günther, 1891, Bd. II, 1, S. 220, Kat.-Nr. 21
– Die Kunst für Alle 1885-1943: Friedrich Pecht (Hrsg.), Die Kunst für Alle, München, Bruckmann, 1885-1943, Bd. 15, 1900, H. 14, S. 327
– Nationalgalerie Kataloge 1876: Beschreibendes Verzeichniß der Kunstwerke in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Katalog der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Skulpturen in der Königlichen National-Galerie zu Berlin / Verzeichnis der Gemälde und Bildwerke in der National-Galerie zu Berlin, Berlin, 1891-1914, Kat.-Nr. 612
– Nationalgalerie 1986: Die Gemälde der Nationalgalerie. Verzeichnis. Deutsche Malerei vom Klassizismus bis zum Impressionismus. Ausländische Malerei von 1800 bis 1930, bearb. v. Claude Keisch, Berlin (Ost), Die Museen, 1986, o. S.
– Nationalgalerie 1996: Die Gemälde der Nationalgalerie, München, Saur, 1996 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 1999: Gesamtverzeichnis der Gemälde und Skulpturen; Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, München, Saur, 1999 (CD-ROM)
– Nationalgalerie 2017: Malkunst im 19. Jahrhundert. Die Sammlung der Nationalgalerie, hrsg. v. Angelika Wesenberg, Birgit Verwiebe und Regina Freyberger, Petersberg, Imhof, 2017, S. 656 mit Abb.
– Thieme/Becker 1907-1950: Ulrich Thieme und Felix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig, Engelmann, 1907-1950, Bd. 26, 1932, S. 250


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