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  • Walmdachkasten
  • 2. Hälfte 12. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Sizilien (siculo-arabisch)
  • Elfenbein; Kupfer, vergoldet; Innenauskleidung: Seide (Lampas)
  • Höhe x Breite x Tiefe: 9 x 14 x 8 cm
  • Ident.Nr. K 3104
  • Sammlung: Kunstgewerbemuseum
  • © Foto: Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Arne Psille
Beschreibung
Das Kästchen zählt zu einer größere Gruppe von Behältnissen aus Elfenbein, deren Oberflächen nicht beschnitzt sind und die durch vergoldete Kupferbeschläge mit lanzettförmigen Enden zusammengehalten werden. Vermutlich entstanden diese Kästchen und Pyxiden im ausgehenden 12. und frühen 13. Jahrhundert in arabischen Werkstätten auf Sizilien. Viele von ihnen, ehemals vermutlich auch das hier vorgestllte Kästchen,besitzen vegetabile und figürliche Bemalungen, die in Schwarz und Gold ausgeführt sind und offenkundig in islamischen Traditionen stehen.
Derartige Elfenbeinkästchen wurden ursprünglich als edle Behältnisse für profane Verwendungszwecke gefertigt. Sie fanden seit dem 12. Jahrhundert vermutlich vor allem wegen ihres raren Materials und ihrer exotischen Herkunft vielfach Eingang in west- und mitteleuropäische Kirchenschätze, wo sie dann häufig als Reliquienbehälter dienten.


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