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Robe à la française mit Blütendekor und Streifen
  • Robe à la française mit Blütendekor und Streifen
  • Kleid
  • um 1775
  • Entstehungsort stilistisch: England
  • Cremefarbenes Seidengewebe, mehrfarbig broschiert
  • Länge: Manteau VL. 138 cm; RL. 173 cm
    Länge: Rock VL/RL 85 cm
  • Ident.Nr. 2003,KR 36 a,b
  • Sammlung: Kunstgewerbemuseum
  • © Foto: Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Stephan Klonk
Description
Diese "robe à la française" besteht aus einem Überkleid "manteau" und einem darunter getragenen Rock "jupe". Die Voderteile des "manteau" sind angeschnitten und schließen in der vorderen Mitte. Dekolleté und Kanten des tief ausgeschnittenen Überkleides sind mit einer dicht gefältelten Rüsche aus dem Oberstoff besetzt. Die "jupe" schmückt ein breiter, gerüschter Besatz und die halblangen Ärmel sind mit modernen, gezogenen Manschetten "en sabot" besetzt. Dieser harmonische Kleidbesatz ist aus dem Oberstoff gearbeitet und an seinen Kanten mit kleinen Passementeriekanten, sogenannten Fliegen-Quasten, besetzt, die Ton in Ton auf das Seidengewebe abgestimmt sind. Da die "robe à la française" ihren Schnitt kaum veränderte, waren es die in jeder Saison neuen Gewebemuster, die die modische Erscheinung garantierten. Ein cremeweißer Grund mit pastellfarbenem Dekor war nach 1770 besonders beliebt. Neben einem modischen Stoff war auch die Art und Weise des Ausputz und des Besatz entscheidend für den Schick eines Kleides. Diesen kreierte jedoch nicht die Schneiderin, sondern die Modewarenhändlerin, die "marchande des modes", zu deren berühmtesten Vertreterin Rose Bertin (1747-1813) gehörte, die enge Beraterin der französischen Königin Marie-Antoinette (1755-1793). ChrW


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