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Darstellung der Personifikation der Justitia
  • Darstellung der Personifikation der Justitia
  • Spiegel
  • 1. Hälfte 15. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Venedig
  • Holz, Bein, Spiegelglas (erneuert)
  • Höhe x Breite: 39,3 x 25 cm
  • Ident.Nr. K 9164
  • Sammlung: Kunstgewerbemuseum
  • © Foto: Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Saturia Linke
Description
Multimedia
Die im ausgehenden 14. und besonders im 15. Jahrhundert in Venedig tätige Bildschnitzerfamilie der Embriachi stellte fast fabrikmäßig vor allem Klappaltärchen, kleine Truhen, Kästchen, auch Luxusgerät, wie Spiegel und Kämme her, die mit figürlichen Reliefs, zumeist in Knochen-, seltener in Elfenbeinschnitzerei, verziert sind. Für ihre Erzeugnisse ist charakteristisch, daß die Reliefs nur wenige, sich wiederholende Motive zeigen; auch wurden sie jeweils in größerer Zahl angefertigt und dann nach Bedarf entsprechend verwendet.
Diesem achtseitgen Spiegelrahmen sind, eingefaßt von schmalen Leisten in geometrisch gemusterter Horn- und Bein-Marketerie, trapezförmige Reliefs aufgelegt, davon sieben mit Genien vor einem Blattkranz, im achten oberen Feld zwei spitze Schilde. Solchen Schilden sind erst nachträglich die Wappen des jeweiligen Käufers aufgemalt worden. Bekrönt wird der Spiegel von einem giebelartigen Aufsatz, darin eine erhöht thronende, geflügelte Tugendpersonifikation, eine Personifikation der Justitia, der Gerchtigkeit, der sich zwei Jungfrauen zuwenden. Darstellungen von Tugenden und Genien kehren an Kästchen dieser Werkstatt wieder, dort zumeist am Deckel.
Dietrich Kötzsche


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