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Omphalos-Schüssel mit Fischblasendekor und Schriftbändern
  • Omphalos-Schüssel mit Fischblasendekor und Schriftbändern
  • Beckenschläger-Schüssel
  • 2. Hälfte 15. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Nürnberg (?)
  • Messing
  • Durchmesser x Tiefe: 44,0x5,2 cm
  • Ident.Nr. M 2575
  • Sammlung: Kunstgewerbemuseum
  • © Foto: Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Lothar Lambacher
Beschreibung
Die wegen des Buckels im Zentrum so genannte Omphalos-Schüssel (griech. „ὀμφαλός“, Omphalos = Nabel) zeigt um einen Nabel aus gewirbelten Fischblasen und gereihten Buckeln zwei umlaufende Schriftbänder. Das äußere enthält den fünffach wiederholten Text: "EH:BART:AL:ZEIT:GELVEK", das auch an einer weiteren Schüssel im Besitz des Berliner Kunstgewerbemuseums auftritt (Inv. Nr. F 1312).
Beckenschläger-Schüsseln aus getriebenem Messing wurden zunächst überwiegend als Hausgerät benutzt, etwa als Blutschüsseln oder Waschgerät. Erst im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden Dekore und bildliche Darstellungen üblich, so dass die Schüsseln zuweilen zum reinen Schmuckgegenstand werden konnten und zunehmend auch im sakralen Bereich Verwendung fanden, so als Taufschüsseln oder Kollektenteller.
Zentren der Herstellung waren Nürnberg, Dinant und der Niederrhein. Sichere Hinweise zur Lokalisierung einzelner Exemplare fehlen zumeist, so dass die in der Literatur häufig vorgenommenen Zuweisungen nach Nürnberg in der Regel als nicht gesichert gelten können. LL


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