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Globusuhr
  • Globusuhr
  • Tischuhr
  • Ende 16. Jahrhundert
  • Entstehungsort stilistisch: Süddeutschland (Augsburg?)
  • Bronze, gegossen, graviert und vergoldet
  • Höhe: 23 cm
  • Ident.Nr. K 4605
  • Sammlung: Kunstgewerbemuseum
  • © Foto: Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Arne Psille
Beschreibung
Ein Gestell mit zweiteiligem, profiliertem und mit Blättern verziertem Fuß, Balusterschaft und Ringbügel trägt eine Himmelskugel, die durch ein inneres Uhrwerk bewegt wird. Zwei Ziffernringe mit zweimal zwölf und mit vierundzwanzig Stunden fassen die Folge der Bilder des Tierkreises ein. Weiter unten ein Streifen mit den islamischen Stundenzeichen. Oben auf dem Ringbügel steht eine Frau, wohl die Himmelsgöttin Urania. In der Hand hält sie den Stundenzeiger, dessen Spitze auf dem oberen Stundenring die Zeit angibt.
Die islamischen Ziffern weisen darauf hin, daß die Uhr einst für den Orient bestimmt war. Seit dem Friedensschluß von 1547 zahlte Österreich den Türken für den Besitz eines Teils von Ungarn einen jährlichen Tribut, der aus Geld, Silbergeschirr und Uhren bestand. Die Uhren, die der Kaiser nach Konstantinopel sandte, waren von den besten Uhrmachern des Reiches angefertigt, und somit von besonderer kunsthandwerklicher Qualität, nach den neuesten Ideen gestaltet und mit den jüngsten Erfindungen ausgestattet. So unterschieden sie sich nicht von den Stücken, die für die Fürsten und die Reichen in Europa hergestellt wurden. Auch lassen sich keine Konzessionen an einen fremdländischen Geschmack erkennen, nur wurden christlich religiöse Motive vermieden. TH


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