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Kapellenkreuz aus dem Baseler Münsterschatz
  • Kapellenkreuz aus dem Baseler Münsterschatz
  • Reliquiar
  • um 1330
  • Entstehungsort stilistisch: Oberrhein (Basel?)
  • Silber, getrieben, gegossen, teilweise vergoldet; transluzides Email; Bergkristalle
  • Höhe x Breite x Tiefe: 68 x 40 x 15 cm
  • Ident.Nr. K 3861
  • Sammlung: Kunstgewerbemuseum
  • © Foto: Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Archiv Kunstgewerbemuseum
Beschreibung
Das Kapellenkreuz aus dem Basler Münsterschatz zählt zu den bedeutendsten Verlusten, die das Berliner Kunstgewerbemuseum seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu beklagen hat. In seiner reichen Farbigkeit, dem wohlproportionierten Aufbau und dem edlen Ausdruck der Figuren darf es als eines der Hauptwerke gotischer Goldschmiedekunst gelten. Mehrheitlich wird in der jüngeren Forschung seine Entstehung um 1330 am Oberrhein angenommen. Obwohl eine relativ gute fotografische Dokumentation erhalten ist, sind weiterführende stilkritische Aussagen über das verlorene Werk kaum möglich.
Der auf sechs Löwenfiguren ruhende Sockel des Reliquienkreuzes ist an der Zarge mit zweiundzwanzig transluziden Emails mit Heiligenfiguren besetzt. Auf ihm stehen inmitten einer blumenübersäten Wiese aus farbigen Schmelzen zuseiten einer gotischen Kapelle zwei Engel. Sie präsentieren in Kristallzylindern die wohl 1834 in das Kloster Mariastein überführrten Reliquien. Über der Kapellenarchitektur erhebt sich ein Lilienkreuz mit einer rundplastisch gearbeiteten Kreuzigungsgruppe von grosser Ausdruckskraft. Am Querbalken erscheinen zwei Engel in Halbfigur, Symbole von Mond und Sonne haltend. LL


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