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Inschrift des Idameneus (Stein beidseitig beschrieben)
  • Inschrift des Idameneus (Stein beidseitig beschrieben)
  • Sepulkralinschrift (Inschrift / Inschriftengattung)
  • 1. Viertel 6. Jh.v.Chr.
  • Fundort: Kamiros (Griechenland / Rhodos)
  • Marmor
  • Höhe: 42 cm
    Breite: 42 cm
  • Ident.Nr. SK 1470
  • Sammlung: Antikensammlung
  • © Foto: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Laurentius
Description
Multimedia
“Dieses Grabmal habe ich, Idameneus, geschaffen, damit (mir) Ruhm sei.
Wer auch immer es beschädigen sollte, den möge Zeus zu einem gänzlich Verfluchten machen.”


Die metrische Inschrift besteht aus zwei Hexametern, die auf Vorder- und Rückseite des Steines verteilt sind. Sie sind boustrophedon ("ochsenwendig") geschrieben, d.h. links- und rechtsläufige Zeilen wechseln sich ab. Die Buchstaben der im dorischen Dialekt verfaßten Inschrift zeigen deutlich archaische Schriftform. Bei den Vokalen wird zwischen Omega und Omikron nicht unterschieden, jedoch zwischen Epsilon und Eta, wobei für Eta das selbe Zeichen wie für den H-Laut verwendet wird. Die Form λειoλη ist nur in dieser Inschrift belegt (Haplographie). Fraglich ist, ob es sich trotz der Verwendung des für die Bezeichnung eines Grabmales üblichen Wortes σαμα / σημα um eine Grabinschrift handelt. Ungewöhnlich ist für eine Grabinschrift archaischer Zeit, daß der Verstorbene in der 1. Person Singular sich selbst rühmt sowie die sonst erst nach 400 v.Chr. anzutreffende Verwünschung.

Der Turmbau zu Babel (2003) 203 Nr. 3.4.4. (S. Brehme).


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