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Gelagerter Mann
  • Gelagerter Mann
  • Statue, bekleidet, liegend (Skulptur / Rundplastik / Rundplastik, männlich)
  • 2. Hälfte 6. Jh.v.Chr.
  • Fundort: Myus (Türkei)
  • Marmor
  • Objektmaß: 19,5 x 58,5 x 22 cm
  • Ident.Nr. SK 1672
  • Sammlung: Antikensammlung
  • © Foto: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Laurentius
Beschreibung
Hauptgeschoss, Raum 2: Orte der Götter. Heiligtümer im archaischen Griechenland:

Die Griechen haben ihre Götter zunächst in der Natur verehrt – Zeus auf Bergen, Poseidon am Meeresufer, Demeter in fruchtbaren Ebenen und Athena im Bereich der Städte. Neben Felsen, Quellen und Bäumen konnten aber auch Grabhügel und Ruinen aus der mykenischen Zeit zu
Kultorten für mythische Helden und zu heiligen Stätten werden. Abgegrenzte sakrale Bezirke (temene) waren für die Regelung des Zusammenlebens in der Polis wichtig.
In diesen den Göttern geweihten Bezirken wurden neben Brandopferaltären und Opfergruben seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. Tempel für die Götterbilder sowie Hallen und Räume für die Feiern der Gläubigen errichtet. Der steinerne Tempel mit umlaufender Säulenhalle (Peripteros) entwickelte sich zur architektonischen Leitform. Kostbare Weihgaben, Gefäße und Statuen aus Bronze und Marmor wurden den Göttern gestiftet. In früharchaischer Zeit erreichten diese Votive oft kolossale Ausmaße und säumten auch die Wege zu den Kultstätten.
Einige heilige Orte gewannen in archaischer Zeit überregionale Bedeutung und wurden auch von Nichtgriechen aufgesucht und gefördert. Für die Griechen entwickelten sich die sportlichen Wettkämpfe zu Ehren des Göttervaters Zeus in Olympia und das Orakel des Apollonheiligtums
von Delphi zu Stätten kultureller Identität innerhalb eines in zahlreiche Stadtstaaten zersplitterten Siedlungsraumes.


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