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  • Gewürzkranz, Haarbild als Erinnerung an einen Namenstag
  • 1862
  • Herkunft (Allgemein): deutschsprachiger Raum
  • Menschenhaar, Draht, Garn, Goldborten, Papier, Wachs, Textilien, Metallperlen, Getreide, Gewürzpflanzen, Goldprägeleisten, verglaster Pappkasten, Kaliko
  • Höhe x Breite x Tiefe: 45,5 x 45,5 x 6,5 cm
  • Ident.Nr. I (34 J) 76/1953,69
  • Sammlung: Museum Europäischer Kulturen
  • © Foto: Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Christian Krug
Description
Der quadratische Kasten enthält einen großformatigen Gewürzkranz. In dessen Zentrum befindet sich eine kleine, zweifarbige Haararbeit mit goldenen Perlen, darunter umrahmt von einer achteckigen Goldborte der Anlass des Kastenbildes: »Zum Namenstage den 8. Maerz 1862.« Der auf Moirépapier montierte Kranz besteht aus papierenen Efeublättern, auf die Blüten aus Bohnenkaffee, Reis, Muskat, Johannisbrot, Piment, Nelken und Sago montiert sind. Die zum Teil exotischen Gewürze machen den Kranz zu einer Kostbarkeit; in Österreich und Süddeutschland wurden Gewürzsträuße im 19. Jahrhundert zur Hochzeit verschenkt. Die zweifarbige Haararbeit könnte von einem Geschwisterpaar stammen. Mitunter ließen Geschwister ihre Haare gemeinsam verarbeiten und verschenkten das entstehende Haarbild. Ein partielles Ausbleichen der Haare, das im Zusammenhang mit dem wachsartigen Fleck unter der Haararbeit steht, ist unwahrscheinlich.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.


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