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  • Kragen mit Bäffchenabschluss
  • 1930er Jahre
  • Gebrauchsort: Leipzig, Deutschland
  • Baumwoll-Ätzspitze, Kunstseidengewebe
  • Länge x Breite: 42 x 22 cm
  • Ident.Nr. I (26 U) 165/1981
  • Sammlung: Museum Europäischer Kulturen
  • © Foto: Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Beschreibung
Beigefarbener Kragen für einen spitzen Ausschnitt. Der Hauptteil besteht aus Ätzspitze mit einem bäffchenartigen Teil als vorderen Abschluss. An der Ausschnittspitze fehlt das verbindende Teil (Knopf, Schleife oder ähnliches).

Die in der Schweiz erfundene Ätzspitze, auch Giupure genannt, kam um 1880 in Mode.
Der Name bezieht sich auf die Herstellung: Mit der Maschine wird auf einen Untergrund gestickt und dieser anschließend fortgeätzt, so dass nur noch die Spitze übrigbleibt. Voraussetzung dafür sind die verschiedenen Materialien von Stickfaden und Untergrund: Gestickt wird meist mit Baumwolle, der Untergrund war früher Seide und wurde in den 1960er Jahren von synthetischen Fasern, wie z.B. Polyvinylalkohol (PVA) abgelöst. Seide löst sich in Natronlauge, PVA-Fasern in heißem Wasser, auf.
Ursprünglich sollte die Ätzspitze die teure Irische Häkelei nachahmen, entwickelte sich aber bald zu einer eigenständigen Spitze mit einer ungeheuren Vielfalt an Mustern.


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