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  • Graubündner Maske
  • Albert Anton Willi, Schnitzer
  • vor 1941
  • Herkunft (Allgemein): Domat/Ems, Kanton Graubünden, Schweiz
  • Holz, Jute und Metall (die Maske ist rückseitig durch ein grobes Stück Sack abgedeckt, das mit vier Nägeln befestigt wurde) Aus einem Stück gearbeitet und polychrom bemalt
  • Höhe x Breite x Tiefe: 38 x 28 x 16 cm
  • Ident.Nr. II A 2585
  • Sammlung: Museum Europäischer Kulturen
  • © Foto: Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Beschreibung
Diese dunkelbraun kolorierte Maske ist der zweiten Schaffensphase Albert Anton Willis zuzuordnen, wofür eindeutig die fehlende Symmetrie in der Ausarbeitung spricht. Die Maske, die mit ihrem stark verzerrten Gesicht dämonisch wirkt, hat eine überlange wulstige Stirnpartie, die im Gegensatz zum Rest des Gesichts keine Falten aufweist. Das obere Ende der Maske ist, ähnlich wie bei der Kat.-Nr. II A 2001, platt. Die Augen sind stark versetzt. So ist das rechte waagerecht mandelförmig ausgearbeitet und sitzt tiefer als das linke senkrecht ovale. Bei beiden Augen sind die charakteristischen weiß bemalten Augäpfel gut zu sehen. Über dem rechten Auge sind fünf Falten festzustellen. Die breite Höckernase mit den runden und seitlich abstehenden Nasenflügeln verläuft leicht nach links. Auf und über der Nase sind weitere Falten vorhanden. Der Mund ist ebenfalls unförmig und gibt den Blick frei auf oben fünf und unten vier versetzt stehende, weiß bemalte Zähne. Die Zahnreihen unterscheiden sich deutlich. So haben die oberen Zähne (die sich durch die Asymmetrie der Maske nun nach links verschoben haben) eine viereckige Form, die unteren Zähne weisen hingegen einen sehr viel größeren Abstand untereinander und eine länglich spitze Form auf. Es sind drei tiefe Faltenreihen rund um den Mund festzustellen. Die Augen und der Mund sind durchbrochen, die Nasenlöcher hingegen nur angedeutet. Auffallend bei diesem Exemplar sind die ausgearbeiteten Ohren.
Die Maske ist rückseitig mit einem kapuzenartigen Stück Sack abgedeckt. Es sind keine Randlöcher für eventuelle Tragvorrichtungen zu finden.
Die Maske gehört nicht zu den typischen Ethnografika, da sie nie getragen wurde, sondern ein Werk des Schnitzers ist.


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