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Postumus
  • Postumus
  • Münze
  • Postumus, Antike Herrscherprägung, Münzherr
  • 260-269 n. Chr.
  • Land: Deutschland (Land)
    Region: Germania (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Köln?
  • Nominal: Doppeldenar, Material: Silber, Stempelstellung: 6, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 4,13 g
    Durchmesser: 23 mm
  • Ident.Nr. 18218941
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Römische Kaiserzeit (-30 bis 283)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Reinhard Saczewski
Beschreibung
Vorderseite: IMP C POSTVMVS P F AVG. Drapierte Panzerbüste des Postumus mit Strahlenkrone in der Brustansicht nach r.

Rückseite: HERCVLI MA-GVSANO. Hercules steht, den Kopf nach r. gedreht, in der Vorderansicht. Die r. Hand ist hinter den Rücken geführt, die l. Hand hält die l. auf einen Felsen aufgestellte Keule sowie das Löwenfell.

Kommentar: Postumus (reg. 260–269 n. Chr.) war der Begründer des sogenannten Gallischen Sonderreiches, das nach eigenem Anspruch keine regionale Herrschaft, sondern die einzige legitime Regierung darstellte. In der Krisensituation nach der Gefangennahme des Valerianus nahm Postumus den Kaisertitel an und verteidigte seinen Herrschaftanspruch gegen Gallienus, der erst seit 265 n. Chr. militärisch gegen ihn vorgehen konnte. Im Juli oder August 260 n. Chr. nahm er Köln ein und ließ Saloninus, den Sohn des Gallienus, töten. 261 n. Chr. wurde Postumus in Gallien, Britannien und Spanien anerkannt. Anfang 269 n. Chr. empörte sich Laelianus gegen Postumus und bei der Einnahme der von Laelianus gehaltenen Stadt Mainz wurde Postumus im Mai oder Juni 269 n. Chr. von seinen eigenen Soldaten getötet.

Literatur: H.-J. Schulzki, Die Antoninianprägung der gallischen Kaiser von Postumus bis Tetricus (1996) 53 Nr. 30 (datiert 260-261 n. Chr., seine Münzstätte I, dieses Stück erwähnt); G. Elmer, Die Münzprägung der Gallischen Kaiser in Köln, Trier und Mailand, Bonner Jahrbücher 146, 1941, 44 Nr. 287 (4. Emission, etwa Ende 260/Anfang 261); RIC V-2 Nr. 68 (Lyon); J. Mairat, The Coinage of the Gallic Empire (2014) Nr. 101,3 (dieses Stück, Trier, issue 3, Anfang/Ende 261 n. Chr.). Vgl. auch M. R. Weder, Rezension Schulzki, SNR 76, 1997, 103 ff.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18218941


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