SMB-digital

Online collections database

Aelia Eudocia
  • Aelia Eudocia
  • Münze
  • Theodosius II., Antike Herrscherprägung, Münzherr
  • 441-444 n. Chr.
  • Land: Türkei (Land)
    Region: Thrakien (Region)
    Münzstätte/Ausgabeort: Konstantinopolis
  • Nominal: Solidus, Material: Gold, Stempelstellung: 6, Herstellungsart: geprägt
  • Gewicht: 4,38 g
    Durchmesser: 21 mm
  • Ident.Nr. 18217904
  • Sammlung: Münzkabinett | Antike | Römische Spätantike (284 bis 476)
  • © Foto: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Dirk Sonnenwald
Description
Vorderseite: AEL EVDO-CIA AVG. Drapierte Büste der Aelia Eudocia mit Diadem und Halskette in der Brustansicht nach r. Oben die sie bekränzende Hand Gottes.

Rückseite: IMP XXXXII COS - XVII PP // CONOB. Constantinopolis sitzt auf einem Thron nach l., in ihrer r. Hand ein Kreuzglobus, in der l. ein Speer. Neben dem Thron r. ein Schild. Ganz l. ein Schiffsbug (prora). Im l. F. ein Stern.

Kommentar: Gehört hinter die Nummer RIC X Nr. 329, die Zuordnung nach Varianten A (groß und unregelmäßig geformt) und B (klein und rund) nach Form des Schildes der Constantinopolis ist hier schwer anzuwenden. - Im RIC X 263 f. wird für die dritte Gruppe kein Beleg für Aelia Eudocia mehr angeführt und dies ebd. 80 f. als Argument für die Datierung dieser Gruppe nach 443/444, dem Rückzug der Kaiserin, genauer möglicherweise 447 n. Chr., genutzt. - Aelia Eudocia wurde von Pulcheria, der Schwester des Theodosius II., als seine Braut ausgewählt und heiratete diesen am 7.6.421 n. Chr. Sie hieß eigentlich Athenais und stammte aus einer heidnischen Familie, der Vater Leontius war Lehrer für Philosophie und Rhetorik. Sie wurde auf ihren neuen Namen Aelia Eudicia getauft. Am 2.1.423 n. Chr. erhielt sie den Titel einer Augusta nach der Geburt der Tochter Licinia Eudoxia (weitere Kinder folgten). Sie übernahm in den späten 420 und 430er Jahren die frühere Rolle der Pulcheria als einflußreiche Ratgeberin ihres Mannes und unternahm 438 n. Chr. eine Pilgerreise nach Jerusalem. Entweder 442 oder 443 wurde die Ehe geschieden, und Eudocia erhielt die Erlaubnis, sich nach Jerusalem zurückzuziehen. Dort ist sie am 20.10.460 n. Chr. gestorben.

Literatur: W. Hahn, Moneta Imperii Romani Byzantini. Die Ostprägung des römischen Reiches im 5. Jahrhundert (408-491) (1989) 29-30 Nr. 36 aa Taf. 3 (dieses Stück, datiert 444 n. Chr.). Vgl. RIC X 263 f. Gruppe 3 (dieser Typ fehlt dort für Eudocia ganz, datiert Gruppe 441-450 bzw. 80 f. nach 447 n. Chr.), vgl. ebd. Nr. 289 mit COMOB.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18217904


SMB-digital is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany License.
Permissions beyond the scope of this license may be available at www.bpk-bildagentur.de.