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  • Maske
  • Bernhard Perrot (1874 - † 6.1907 (oder vor)), Sammler
  • 19. Jahrhundert
    Datierung engl.: 19th century
  • heutige Zuordnung: Tanzania (Tansania) (Land/Region)
    Wamwera (Mwera, Wamuera) (Ethnie)
  • Holz; Harz; Bast, Bemalung
  • Höhe x Breite x Tiefe: 21,6 x 28 x 9 cm
    Höhe: 58 cm (mit Haaren, hängend)
  • Ident.Nr. III E 12223
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Afrika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Claudia Obrocki
Description
Die rot gefärbte Maske trat mit einer Reihe anderer Masken bei den Feiern zum Abschluss der Initiation von Jungen und Mädchen auf. Der Auftritt der Masken ist mit einem Schauspiel vergleichbar, in dem wichtige Szenen aus der Geschichte und dem Alltag erzählt werden. Bei dieser Maske soll es sich um Wali Hamud handeln – wahrscheinlich einen Oman-Araber –, den Vertreter des Sultans von Sansibar in Lindi vor der Eroberung durch die Deutschen. Stilistisch handelt es sich um eine Maske der Makonde, die in Südtansania und Nordmosambik leben. Die in Tansania im gleichen Gebiet siedelnden Mwera, denen sie vom Sammler zugeschrieben wird, hatten dagegen höchstwahrscheinlich keine Initiationsmasken. Das Stück zeichnet sich durch die zugleich minimalistische und prägnante Darstellung der Gesichtszüge aus. Die für die Makonde-Masken typische vorgewölbte Verbindungslinie zwischen Stirn und Nase ist besonders scharf gezeichnet und geht schwungvoll in den schmalen Rücken der dominierenden Hakennase über. Diese gilt bis heute bei der lokalen Bevölkerung als Erkennungsmerkmal der bis zur Kolonialeroberung politisch und wirtschaftlich dominanten Araber. / P.I., P.J.


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