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nkisi nkondi
  • nkisi nkondi
  • Kraftfigur
  • Robert Visser (1860-1937), Sammler
  • 19. Jh.
    Datierung engl.: 19th century
  • Demokratische Republik Kongo (Land)
    historische Angabe (Hauptkatalog): Loango (Region)
  • Holz, Eisen, Pflanzenfaser
  • Höhe x Breite x Tiefe: 87 x 36 x 29 cm
    Gewicht: 15 kg
  • Ident.Nr. III C 18914
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Afrika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Solche zinkondi (Sing. nkondi) genannten aggressiven, mit Eisenklingen und Nägeln gespickten minkisi schreckten Hexen und Kriminelle ab und stellten sich schützend vor Gemeinschaft und Hilfesuchende. Hauptsächlich verwendet wurden sie zur Besiegelung von Schwüren oder Verträgen und zu anderen juristischen Zwecken. Indem man Metallteile oder Nägel in den nkondi schlug, wurde seine Furcht erregende Kraft aktiviert, und jeder, der vor ihm die Unwahrheit sprach oder einen abgelegten Schwur nicht einhielt, lieferte sich seiner Verfolgung aus. Die drei Beispiele zeigen das breite Spektrum formaler Gestaltungsmöglichkeiten: vom ausgewogenen Realismus und der dem Diesseits enthobenen Ausstrahlung des rechten Stückes bis hin zum eher aggressiven Ausdruck der beiden anderen, deren weit geöffnete, „sehende“ Augen (bei der linken Figur aus Spiegelglas) und verschlingender Mund mit vorgestreckter Zunge Abwehr und Bedrohung signalisieren. / P.I.

Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: „Chingunde Lande [?], ein sehr altes Götzenbild
Loango.".


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