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nkisi bansimba, Zwillingsgeburt
  • nkisi bansimba, Zwillingsgeburt
  • Kraftfigur
  • Robert Visser (1860-1937), Sammler
  • 19. Jh.
    Datierung engl.: 19th century
  • Demokratische Republik Kongo (Land)
    Angola (Land)
    Cabinda (Provinz)
    historische Angabe (Hauptkatalog): Vili (Bawili) (?) (Ethnie)
  • Holz, Textil, Glas
  • Höhe x Breite x Tiefe: 58 x 33 x 24 cm
  • Ident.Nr. III C 18909
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Afrika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Auch dieser nkisi wurde bei gynäkologischen Problemen und besonders bei der Geburt von Zwillingen eingesetzt, die Mutter und Kinder in gefährliche Nähe zur jenseitigen Welt der Geister brachte. Auffällig bei der Formgebung ist die Identifikation des nkisi mit den bei ihm Hilfesuchenden. Die Hände weisen bedeutungsvoll auf den Schoß, aus dem zwei kleine embryonenähnliche Figuren hervortreten. Das verwickelte Medizinbündel, aus dem die Figur emporkommt, vergegenständlicht die spirituelle Ausnahmesituation, in der sich nkisi und Zwillingsmutter befinden, und schafft zugleich Abhilfe dank der darin versammelten Kräfte. Die Bedeutung des abgewendeten Kopfes ist nicht bekannt. Möglicherweise zeigt er, dass der nkisi der diesseitigen Welt fern steht. / P.I.

Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: „N' Banse [?]
Fetisch. Verhindert die Geburt von Zwillingen
Wohl Bawili.".


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