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  • Kraftfigur (weiblich, für Schwangere)
  • Robert Visser (1860-1937), Sammler
  • 19. Jh.
    Datierung engl.: 19th century
  • Kongo (Demokratische Republik) (Land)
    historische Angabe (Hauptkatalog): Loango (Region)
    historische Angabe (Hauptkatalog): Caio
  • Holz, Messing, Eisen, Leder, Pflanzenfaser, Glas
  • Höhe x Breite x Tiefe: 23,8 x 15 x 17 cm
  • Ident.Nr. III C 13621
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Afrika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Description
Das für die Komposition der minkisi charakteristische Prinzip der Anhäufung wirkungskräftiger und auffälliger Objekte und Materialien zur Ermächtigung der Figur und zur Steigerung ihrer visuellen Präsenz ist auch an diesem Stück deutlich zu erkennen. Die kleine kniende Frauengestalt hatte den Zweck, schwangeren Frauen zu helfen. Die Muscheln, Fruchtschalen und Samen auf dem Rücken assoziieren sie mit dem Wasser und der Erde – dem Bereich der Frauen im Gegensatz zum männlichen Bereich des Himmels – und nehmen die kugelige Kopfform der Figur wieder auf. Trotz der knienden bittenden Stellung besitzt der nkisi durch die Anhäufung von Medizin große Macht, worauf auch die kammartige Frisur, die Befehlsgewalt ausdrückt, verweist. / P.I.

Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: „N‘ Pembe[?]
Fetisch, weiblich. Man hat männliche u. weibliche, letztere für schwangere Frauen bestimmt. Wenn ein Mann den Fetisch nicht nachtragen will, so ist das gleichbedeutend mit der Nichtanerkennung des Kindes.
Um den Hals der knienden weiblichen Figur ist ein Messingring gelegt von dem eine sehr große Menge von Gegenständen wie Früchten Glocken u. s. w. auf den Rücken herabhängen.
Loango (Caio)“.


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