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nkisi lumweno
  • nkisi lumweno
  • Kraftfigur
  • Robert Visser (1860-1937), Sammler
  • 19. Jh.
    Datierung engl.: 19th century
  • Republik Kongo (Land)
    Kongo (Fluss)
    historische Angabe (Hauptkatalog): Vili (Bawili) (Ethnie)
  • Holz, Spiegelglas, Pappe, Federn, Pflanzenfaser, Harz, Eisen, Textil, Fell
  • Höhe x Breite x Tiefe: 53 x 19 x 27 cm
  • Ident.Nr. III C 8105
  • Sammlung: Ethnologisches Museum | Afrika
  • © Foto: Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Erik Hesmerg
Beschreibung
Der noch ausdrucksstärkere Realismus dieses Stückes entspricht seiner Hauptfunktion, Hexen zu jagen. Das regelmäßige schwarze Gesicht ist dominiert von den aufgesperrten, „sehenden“ weißen Augen mit weit geöffneten Pupillen, die die Kräfte des Bösen erschrecken sollen und zugleich den Blick in die andere Welt richten. Ihr Pendant in Form und Funktion ist der runde Divinationsspiegel am Bauch der Figur, der das Kästchen für die wichtigsten Medizinen verschließt. Umrandet sind die Augen mit der roten Farbe von Blut und Gefahr, die, wie der Federkopfschmuck, den nkisi als Krieger ausweist. Wie ein Jäger kann er die Hexen durch das um die Beine gewickelte Netz fangen. Das Medizinbündel um den Hals verleiht ihm weitere Macht, während der spirituelle Kräfte herbeirufende Klang der Glocken aus Metall und Korbgeflecht, die auch von den religiösen Spezialisten verwendet wurden, ihn – wie den nganga – in die rituelle Ekstase versetzt. / P.I.

Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "Fetisch (N'Gooi Wäle[?]) zum Herausfinden von Verbrechern. Menschl. Fig. 60 cm hoch (mit Federbusch).
Bawili".


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