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  • Fragment (Schale)
  • 9. Jahrhundert
    Datierung engl.: 9th century
  • Herkunft (Allgemein): Irak (Land)
    Fundort: Ktesiphon (Ort)
  • Irdenware, modelverziert, gelbe Lüsterbemalung
  • Länge: 2,7 cm
    Breite: 3,2 cm
  • Ident.Nr. KtO 860
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Kramer
Beschreibung
Multimedia
Randscherbe einer halbrunden Schale mit tellerartigem breitem Rand. Die Schüssel ist aus beiger Irdenware mit in einem Model reliefiert dekorierter Oberfläche und Goldlüsterüberzug gefertigt. Die Schale wurde per Hand auf eine erhabene Form mit eingraviertem Dekor aufmodelliert. Dabei erhielt der flach abgewinkelte Rand einen ornamentalen Fries aus in Kreisen eingebetteten Sonnensymbolen, die jeweils durch zwei erhabene Kreisaugen getrennt sind. Unterhalb des Umbruchs vom Rand zur inneren Wandung sind die Ansätze zweier Blattfächer einer Wellenranken-Borte mit eingerollten Halbpalmetten zu erkennen, die den Schalenspiegel umgab. Innen wie außen ist die Schale mit einem verwitterten Goldlüster bedeckt, der gelb-irisierend zu einem pulvrigen Überzug oxidiert ist. Nahezu identische Keramikfunde mit durch die Materialqualität bedingten ähnlichen Verwitterungserscheinungen des Goldlüsters sind etwa aus Samarra bekannt. Die Scherbe wurde bei der Untersuchung eines Hauses der Islamischen Siedlung Salman Pak im Stadtgebiet Ktesiphons geborgen.


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