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  • Helm (Waffen und Rüstung)
  • 18. Jahrhundert
    Datierung engl.: 18th century
  • Herkunft (Allgemein): Iran (Land)
  • Stahl, Gold, getrieben, geschmiedet, genietet, vergoldet
  • Höhe: 14 cm
    Durchmesser: 19,5 cm
    Gewicht: 1400 g
  • Ident.Nr. I. 6135
  • Sammlung: Museum für Islamische Kunst
  • © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Fotograf/in: Johannes Kramer
Description
Multimedia
Getriebener Helm aus Stahl mit vergoldetem und durchbrochenem Dekor; genietet und geschmiedet. Der halbkugelförmige Helm ist in zwölf reich verzierte Segmente geteilt: als vergoldeter Fries sind Verse aus Koransure 2, aufgeteilt in zwölf Kartuschen, aufgetragen. Darüber befinden sich Medaillons mit Pflanzenornamenten. Der bewegliche Nasenschutz ist angenietet, goldtauschiert und mündet an beiden Seiten in stilisierten Palmetten. Rechts und links davon sind die beiden goldtauschierten Federhülsen angenietet, in die Agraffen oder Federn gesteckt wurden. Die Spitze des Helms fehlt. Von ihr ist nur der verzierte Aufsteckschuh erhalten. Die achtzipfelige Brünne (Hals- und Nackenschutz) ist aus zweifarbigen Ringen gearbeitet, die zu geometrischen Mustern angeordnet sind: oben in einem Rautenfries, darunter in Kartuschen. Diese Art von Helmen wird auf Grund ihrer Form Kulah Chud genannt, persisch für „Mützenhelm“.
Die Koranverse, häufig zusammen mit Anrufungen Gottes, sollten den frommen Krieger schützen und ihm Stärke verleihen.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder wie hier Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.


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